Eltern-Kind-Vorsorge neu Teil IX: Empfehlungen aus evidenzbasierten Leitlinien für Screenings von Schwangeren und Kindern (0-6 Jahre)

14.05.2013

Teil IX des „Eltern-Kind-Vorsorge neu“ Projekts bietet eine umfassende, systematische Übersicht zu Screening-Empfehlungen aus evidenzbasierten Leitlinien in Schwangerschaft, Wochenbett und früher Kindheit.
Eine systematische Suche in 2 Guideline-Datenbanken wurde durch eine umfassende Handsuche bei internationalen Institutionen, die evidenzbasierte Leitlinien erstellen, ergänzt. Die Einschlusskriterien fokussierten insbesondere auf die methodologische Qualität der Leitlinien.
Insgesamt wurden 138 Leitlinien eingeschlossen und Empfehlungen zu 92 Gesundheitsbedrohungen in Schwangerschaft, Wochenbett und früher Kindheit extrahiert. Die Screening-Empfehlungen der Institutionen (im Originalwortlaut) wurden durch weitere Informationen aus den Leitlinien (zu Screening-Methoden, Therapieoptionen und potentiellem Schaden) ergänzt und in einzelnen Kapiteln dargestellt. Anschließend wurden alle eingeschlossenen Leitlinien-Empfehlungen in 5 Kategorien eingeteilt.
Die Leitliniensynopse („assessment“) kann als Entscheidungsunterstützung für eine Neugestaltung der Eltern-Kind-Vorsorge in Österreich herangezogen werden. Die Policy-Entscheidung („decision“) über die Implementierung neuer Maßnahmen bzw. die Adaptation der bisherigen Vorgehensweise bedarf nun – unter Berücksichtigung der Limitationen des Berichts – einer Bewertung („appraisal“) der aufbereiteten Evidenzgrundlage.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 62: http://eprints.hta.lbg.ac.at/996/

Kontakt: Brigitte Piso


Hybrid-Operationssaal

18.04.2013


Hybrid-OP sind Operationssäle, die für Operationen mit einer aufwendigen perioperativen bildgebenden Diagnostik mit Computertomografen, Magnetresonanztomografen, Angiografiegeräte u.a. Großgeräten genutzt werden können. In einem Hybrid-OP kommen die medizinisch-technische Ausstattung für das Operieren und die Bildgebung zusammen. Theoretische Einsatzmöglichkeiten sind Hybrid-Eingriffe in jeder medizinischen Disziplin, also der Kardiologie/ Herzchirurgie, der peripheren Gefäßchirurgie, der Neurochirurgie und der Orthopädie. Interdisziplinäre Nutzungen haben sich allerdings in der Praxis bisher nur in der Zusammenarbeit zwischen HerzchirurgInnen und KardiologInnen etabliert. Hybrid-OPs ermöglichen die Integration minimal-invasiver, kathetergestützter und klassischer OP-Technik in einem OP -Saal.
Die praktische Umsetzung der Nutzung des Hybrid-OP sieht in den einzelnen Kliniken sehr unterschiedlich aus und ist von Arbeitsorganisation, Kultur der Zusammenarbeit der Disziplinen Kardiologie und Herzchirurgie und vom Nutzungsauftrag geprägt.

Rapid Assessment Nr. 06: http://eprints.hta.lbg.ac.at/995

Kontakt: Claudia Wild


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 35 online

21.03.2013

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

März 2013:
Crizotinib (Xalkori®) für die Behandlung von Anaplastische-Lymphom-Kinase (ALK)-positivem, fortgeschrittenem nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom Neu!


Mehr

Marketing Authorisations under Exceptional Circumstances for Oncology Drugs

20.02.2013

This report aims to provide insight into the authorisation under exceptional circumstances of oncology drugs.
Clinical data used by the European Medicines Agency’s (EMA) Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) for granting exceptional circumstances and additional requirements to be fulfilled by the marketing authorisation holder were identified via EMA’s homepage. For any additional data which had become available on the originally licenced indication after market authorization a literature search on MEDLINE was performed and decisions of selected reimbursement agencies on drugs licensed under exceptional circumstances were elicited from the respective agencies’ homepage.
Four oncologic drugs are currently licensed under exceptional circumstances; clofarabine, nelarabine, trabectedin and histamine dihydrochloride. Histamine dihydrochloride was the only drug tested in a phase III trial. For clofarabine, nelarabine and trabectedin the justification for the authorisation under exceptional circumstances was the small size of the patient population. For histamine dihydrochloride it was unclear. Most of the additional requirements by the CHMP considered safety measures and additional requirements were not always completed within the set time-frame.
The methods of the reimbursement assessments varied. One patient access scheme was identified for trabectedin in England. Some drugs were not accessible in some countries and for others it was unclear.
To successfully develop drugs for very rare conditions, it is important that industry, EMA and reimbursement agencies intensify the collaboration. On introduction these drugs cannot always prove their cost-effectiveness, therefore conditional coverage with evidence development, preferably on an international level, should be encouraged and facilitated.


LBI-HTA Projektbericht Nr. 65: http://eprints.hta.lbg.ac.at/992/

Kontakt: Anna Nachtnebel


Kolonkrebsscreening. Teil 3: Status Screening-Aktivitäten und Qualitätssicherung Screening-Koloskopie

18.02.2013

Dickdarmkrebs-Screening hat das Potenzial sowohl zur Früherkennung als auch zur Prävention. Koloskopie ist ein möglicher First-line Test und in allen Programmen von zentraler Bedeutung für die weiterführende Abklärung. Der vorliegende Bericht suchte nach Guidelines und Positionspapieren zur Qualitätssicherung von Dickdarmkrebs-Screening mit besonderem Fokus auf Screening-Koloskopie und kontaktierte die wichtigsten Stakeholder in Österreich.
Die organisierten Dickdarmkrebs-Screening Programme von Australien, England, Finnland, Frankreich, Italien, Polen, Schottland und Slowenien werden kurz präsentiert. Die umfassende Qualitätssicherung im englischen Programm setzt Maßstäbe. Deutschland setzt verpflichtende und umfassende Qualitätssicherung von (opportunistischen) Screening-Koloskopien durch. In Österreich erfolgt diese in solcher Tiefe nur im Bundesland Vorarlberg. Organisierte Screening-Programme in Irland, den Niederlanden und in Norwegen sind im Anlaufen. Die dortigen umfassenden und koordinierten wissenschaftlichen, planerischen und institutionellen Vorarbeiten können als beispielgebend betrachtet werden.
Zur Qualitätssicherung der Screening-Koloskopie liegt ein etablierter Kanon von Qualitätsindikatoren vor. Selbst verpflichtende Qualitätsinitiativen im Kontext von opportunistischem Screening können in keinem Fall die Stringenz der verpflichtenden Qualitätssicherung in organisierten Programmen erreichen.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 41c: http://eprints.hta.lbg.ac.at/983

Kontakt: Nikolaus Patera


Stellenausschreibung am LBI-HTA

25.01.2013

Stellenausschreibung für wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in.
Fokus Onkologie; Europäische Vernetzung.


Mehr

Avastin® bei Altersbedingter Makuladegeneration: Evidenzsynthese nach CATT, IVAN, MANTA

22.01.2013

Ziel der Arbeit war die Synthese der Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit von Bevacizumab erneut zusammenzufassen: Avastin ist derzeit das am besten untersuchte „off-label“ Medikament der Welt. Allein bis Juli 2010 wurden 132 prospektive Kohortenstudien zur intravitrealen Anwendung von Avastin publiziert, seit der Veröffentlichung von nunmehr drei head-to-head randomisierten klinischen Studien/ RCTs (CATT, IVAN, MANTA) liegt auch Evidenz mit höchsten methodischen Anforderungen vor. Die Wirksamkeit gilt – nicht zuletzt durch diese RCTs - als erwiesen. 

Nachdem Avastion bei AMD ein „off-label use“ ist, sind die Reaktionen der Behörden der Europäischen Mitgliedsländer entsprechend der Gesetzgebung sehr homogen, indem auf die Rechtslage hingewiesen wird. Weniger homogen ist die Rechtsauslegung und der – in den EU-Ländern sehr unterschiedliche – Umgang mit „off-label“ Anwendungen: in Holland wurde der Gesundheitsministerin vor kurzem (August 2012) gar vorgeschlagen (basierend auf den CATT und IVAN Ergebnissen sowie einer nationalen gesundheitsökonomischen Bewertung), auf das zugelassene Lucentis im Leistungskatalog ganz zu verzichten, resp. Lucentis nur als Vorhaltemedikament für jene PatientInnen, die mit Unverträglichkeiten auf Avastin reagieren, im Leistungskatalog zu behalten. Eine Entscheidung steht hier noch aus.

Rapid Assessment Nr. 05. 2012: http://eprints.hta.lbg.ac.at/989/

Kontakt: Claudia Wild



Gesundheitszustand von wohnungslosen Menschen und deren Zugang(sbarrieren) zum Gesundheitssystem: Eine Literaturübersicht

14.01.2013

Aufgrund ihrer schlechten Lebensbedingungen haben wohnungslose Menschen ein deutlich erhöhtes Krankheitsrisiko. Gleichzeitig wird eine unzureichende medizinische Versorgung konstatiert. Ziel des Projekts war eine systematische Aufbereitung der publizierten Evidenz zu Gesundheitszustand, sowie Inanspruchnahmeverhalten und Zugangsbarrieren von wohnungslosen Menschen. In der umfangreichen Literatur wird ein breites Krankheitsspektrum bei wohnungslosen Personen beschrieben. Neben überdurchschnittlich häufigen psychischen Erkrankungen zeigen sie eine Reihe somatischer Erkrankungen (v.a. Infektionskrankheiten und Zahnprobleme) und Langzeitfolgen (z.B. frühzeitige Mortalität). Der häufige aber oft unspezifische Kontakt mit dem Gesundheitssystem legt eine Fehlversorgung dieser Gruppe nahe. Des Weiteren zeigen verschiedenen Faktoren (wie z.B. Gesundheitssystem, Geschlecht) Einfluss auf die Inanspruchnahme unterschiedlicher Versorgungsebenen und Professionen. Oft sind Wohnungslose mit strukturell-rechtlich bedingten Zugangsbarrieren konfrontiert, oder zusätzlich Barrieren auf sozialer und individueller Ebene erschweren den Zugang zu Gesundheitsleistungen. Daraus lässt sich einerseits ein Bedarf für interdisziplinäre, niederschwellige Angebote in der Primärversorgung ableiten, anderseits braucht es verhältnispräventive Strategien.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 63: http://eprints.hta.lbg.ac.at/980

Kontakt: Ingrid Zechmeister-Koss

Mehr


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 34 online

11.01.2013

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Jänner 2013:
Trametinib für fortgeschrittenes oder metastasiertes BRAF V600 Mutation-positives Melanom  Neu!


Mehr

Hyperthermie bei Brust-, Blasen, Zervix- und Weichteilsarkomen

10.01.2013

Ziel der Arbeit war die Synthese der Evidenz zur Wirksamkeit von Hyperthermie in Kombination mit Radio- oder Chemotherapie bei Brust-, Blasen, Zervixkarzinomen und Weichteilsarkomen. Basierend auf 2 früheren systematischen Reviews wurde eine systematische Literatursuche in 4 Datenbanken mit identen Suchtermini durchgeführt, um randomisierte kontrollierte klinische Studien zu identifizieren.Es konnten 2 RCTs für Brustkrebs, 2 RCTs für Blasenkrebs, 3 RCTs für Zervixkarzinom, 1 RCT für Blasen- und Zervixkarzinom and 1 RCT für Weichteilsarkome gefunden werden. Von den insgesamt 1265 Patienten wurden 656 mit Hyperthermie in Kombination mit Radio- oder Chemotherapie behandelt. Wo CR oder PR evaluiert wurde (in 6 von 9 RCTs), zeigte Hyperthermie statistisch signifikant bessere Ergebnisse. Auch in jenen Studien, in denen DFS (3/9) oder PFS (2/9) ausgewertet wurde, wurde eine Superiorität im Hyperthermie-Arm belegt. Von den 9 Publikationen, die Daten zum Überleben/OS präsentieren, zeigte nur 1 eine statistisch signifikante Verbesserung im OS, wodurch geschlossen werden kann, dass die Effekte der Hyperthermie nur temporal sind, da die Surrogatendpunkte nicht durch Gesamtüberleben validiert werden. QoL wurde in keiner Studie erhoben. Die Auswertungen zu Nebenwirkungen sind konsistent und zeigen einen Trend zur Inferiorität im Hyperthermie-Arm.

DSD Nr. 36/Update 2012: http://eprints.hta.lbg.ac.at/986/

Kontakt: Claudia Wild


Tageschirurgie

10.01.2013

Der Bericht gibt einen Überblick über die Situation der Tageschirurgie in Österreich und die beste verfügbare Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit elf verschiedener tageschirurgisch durchführbarer Operationen. Zu den Eingriffen zählen: Kataraktoperation, Curettage, Arthroskopische Operation am Kniegelenk, Varizenoperation, Cholezystektomie, Adenotomie, Paracentese, Dekompression Nervus medianus, Verschluss Inguinal- oder Femoralhernie, Entfernung von Osteosynthesematerial und Appendektomie. Im Rahmen einer systematischen Literatursuche, die durch eine unsystematische Handsuche ergänzt wurde, konnten insgesamt 35 Studien identifiziert werden. Anhand der Studienergebnisse lässt sich ableiten, dass sechs Operationen sicher (und wirksam) sowohl tagesklinisch wie auch stationär für PatientInnen, die prinzipiell die Kriterien für einen tageschirurgischen Eingriff erfüllen, durchführbar sind. Für die übrigen fünf Eingriffe benötigt es weitere Studien, um gesicherte Aussagen über die Sicherheit (und Wirksamkeit) eines tageschirurgischen Eingriffs treffen zu können, wenngleich sie in anderen Ländern durchaus häufig tageschirurgisch durchgeführt werden.

HTA-Projektbericht Nr. 64: http://eprints.hta.lbg.ac.at/987

Kontakt: Stefan Fischer

Mehr


Therapeutische Hypothermie (TH)

23.11.2012

Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die beste verfügbare Evidenz („best available evidence“) der therapeutischen Hypothermie zu elf verschiedenen Indikationen bei erwachsenen PatientInnen, inklusive Herz-Kreislauf-Stillstand, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Rückenmarkverletzung, kardiogener Schock, therapierefraktäres Fieber, Sepsis, Meninigits/Meningoenzephalitis, konvulsiver Status epilepticus, akutes Leberversagen sowie akutes Nierenversagen. Im Rahmen einer systematischen Literatursuche, die durch eine unsystematische Handsuche sowie eine Suche in Studienregistern ergänzt wurde, identifizierten wir 14 relevante Studien. Während für eine der elf genannten Indikationen (Herz-Kreislauf-Stillstand) Evidenz zugunsten der Wirksamkeit und Sicherheit der therapeutischen Hypothermie vorliegt, scheint diese bei Schlaganfall zwar nicht zu schaden, aber auch nicht zu nützen. Für alle anderen untersuchten Indikationen ist der Wirksamkeits- und Nutzenbeleg ausständig. Bei der therapeutischen Hypothermie handelt es sich um ein dynamisches Forschungsgebiet, was sich an der großen Anzahl bereits abgeschlossener bzw. laufender Studien zeigt, sodass sich die Evidenzlage in absehbarer Zukunft für einige untersuchten Indikationsgebiete ändern könnte. Es wird empfohlen, von einer routinemäßigen Anwendung der therapeutischen Hypothermie außerhalb klinischer Studien abzusehen. 

DSD Nr. 63: http://eprints.hta.lbg.ac.at/985/

Kontakt: Marisa Warmuth

Mehr


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 33 online

08.11.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

November 2012: 
Lenalidomid (Revlimid®) für die Erstlinientherapie von nichttransplantationsfähigen PatientInnen mit multiplem Myelom  Neu!


Mehr

Kolonkrebsscreening

31.10.2012

Teil 1: Screeningtests und Programmdesign
(3. überarbeitete Version)

Vier randomisierte Studien belegen für Screening mit einem Test auf Blut im Stuhl (gFOBT) eine Senkung der Darmkrebs-spezifischen Sterblichkeit um 15% (relative Risikoreduktion). Drei große nicht-populationsbezogene randomisierte Studien belegen für Screening mit flexibler Sigmoidoskopie eine Senkung der CRC-spezifischen Sterblichkeit um 31%, 26% bzw. (statistisch nicht signifikant) 22%. Zwei randomisierte Studien über Screening mit Koloskopie oder alternativ iFOBT als first-line Test werden in zehn Jahren Ergebnisse liefern. Eine ideale Teststrategie für CRC-Screening lässt sich derzeit aus der vorhandenen Evidenz nicht ableiten, das Forschungsgebiet entwickelt sich dynamisch.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 41a: http://eprints.hta.lbg.ac.at/981

Kontakt: Nikolaus Patera

Teil 2: Gesundheitsökonomische Evaluationen
und Aspekte der Kostenentwicklung
(2. überarbeitete Auflage)

Der vorliegende Bericht fasst gesundheitsökonomische Evaluationen zur Kosten-Effektivität von Kolonkrebsscreening (5 systematische Reviews und 31 Einzelstudien) zusammen. Die inkrementellen Kosteneffektivitätsverhältnisse der meisten untersuchten Screeningstrategien erweisen sich mit unter €20.000,- pro gewonnenem Lebensjahr als akzeptabel im Vergleich zur Alternative „kein Screening“. Aus diesem Blickwinkel scheint die Einführung eines Kolonkrebsscreenings für Menschen zwischen 50 und 74 mit durchschnittlichem Erkrankungsrisiko rechtfertigbar, solange die Qualität der Durchführung gesichert ist.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 41b: http://eprints.hta.lbg.ac.at/982

Kontakt: Nikolaus Patera

Mehr


HIV-Testung an der Allgemeinbevölkerung. Internationale Empfehlungen und reale Risiken für HIV-Infektionen für Gesundheitsberufe

05.10.2012

Österreich ist europäischer Spitzenreiter, was die HIV-Testrate betrifft: 2010 wurden 99 HIV-Tests pro 1.000 Einwohner durchgeführt, im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 45,3. Es wird vermutet, dass diese auf das Bestreben des Gesundheitspersonals, sich durch präoperative Testung von PatientInnen mehr Sicherheit zu verschaffen, zurückzuführen ist.
Mit dem Ziel, nationale und internationale Guidelines zu HIV-Testung an der Allgemeinbevölkerung und Literatur zum Infektionsrisiko für Gesundheitsberufe zu identifizieren, wurde eine Handsuche auf Websites und in Datenbanken durchgeführt.
Tendenziell wird eine universelle HIV-Testung nur empfohlen, wenn die undiagnostizierte Prävalenz von HIV in der Bevölkerung >0,1% ausmacht. Präoperative HIV-Testung findet in den internationalen Leitlinien keine Erwähnung oder wird explizit nicht empfohlen.
HIV stellt für Gesundheitsberufe ein kleines, aber reales Gesundheitsrisiko dar. Weltweit wurden bis 2002 106 gesicherte und 238 mögliche berufsbedingte HIV-Infektionen gezählt: in Österreich wurden 1996 - 2011 4 berufsbedingte HIV-Infektionen gemeldet. Es liegt keine überzeugende Evidenz vor, dass das Wissen um den Serostatus eines/r PatientIn zu verändertem Verhalten des Gesundheitspersonals führt.
Österreich ist mit einer HIV-Prävalenz von 0,1% ein Niedrigprävalenz-Land. Eine breite HIV-Testung an der Allgemeinbevölkerung wird nicht empfohlen.

Decision Support Document Nr. 61: http://eprints.hta.lbg.ac.at/979

Kontakt: Claudia Wild

 


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 31 online

26.09.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

September 2012:
Pertuzumab (Omnitarg/Perjeta®) für die Erstlinientherapie von metastasiertem, HER2 positivem Brustkrebs Neu!


Mehr

Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 32 online

24.09.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

September 2012:
Everolimus (Afinitor® or Votubia®) in Kombination mit Exemestan zur Therapie des Hormonrezeptor-positiven, HER2/neu-negativen, fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen, nach Rezidiv oder Progression nach Letrozol oder Anastrozol Neu!


Mehr

Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 29 online

12.09.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

September 2012:
Bortezomib (Velcade®) als Konsolidierungs- oder Erhaltungstherapie nach autologer Stammzelltransplantation bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom  Neu!


Mehr

Ergotherapie Teil I: Status quo in Österreich im niedergelassenen Bereich, Teil II: Ergotherapie bei rheumatoider Arthritis

11.09.2012

Teil I:
Ziel des ersten Berichtsteils „Status quo“ war es, das Verständnis der Ergotherapie mittels Definitionen zu erläutern, Abgrenzungen zu anderen Bereichen, wie der Physiotherapie, aufzuzeigen sowie eine Übersicht der derzeitigen Ausbildungssituation an den Fachhochschulen (inkl. Anzahl der StudienabsolventInnen) in Österreich zu geben.
Genaue Angaben zu berufstätigen ErgotherapeutInnen sind aufgrund einer fehlenden Registrierungspflicht in Österreich nicht möglich, die Anzahl der berufsausübenden wird für das Jahr 2011 laut MTD-Austria auf 1.446 ErgotherapeutInnen geschätzt.

Teil II:
Die systematische Übersichtsarbeit zur Wirksamkeit der Ergotherapie bei rheumatoider Arthritis basiert auf der Grundlage eines Cochrane-Reviews aus dem Jahr 2004.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Cochrane, CRD, Embase, Medline und OT-Seeker durchgeführt sowie die Suche durch eine unsystematische Handsuche ergänzt. Eingeschlossen wurden randomisiert kontrollierte Studien (RCT) in deutscher und englischer Sprache.
197 Literaturzitate (Zeitraum 2003-2011) konnten identifiziert werden, davon wurden, zusätzlich zum Cochrane-Review, 8 RCTs in die Analyse eingeschlossen.
Es besteht starke bis limitierte Evidenz, dass ergotherapeutische Maßnahmen bezüglich der Outcomes Funktionalität, Schmerzen und Greifkraft wirksam ist. Für viele Endpunkte fehlt Evidenz und es besteht Forschungsbedarf.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 56: http://eprints.hta.lbg.ac.at/972/

Kontakt: Brigitte Piso

Mehr


Ergotherapie Teil III. Ergotherapie bei PatientInnen nach Schlaganfall

11.09.2012

Der Schlaganfall ist nach Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Österreich und führt bei Überleben oftmals zu Funktionseinschränkungen und chronischer Behinderung. Etwa ein Drittel lebt danach in Abhängigkeit ihrer Betreuungspersonen. Das zentrale Ziel der Ergotherapie bei Schlaganfall-PatientInnen ist es, größtmögliche Selbständigkeit, vor allem in Bezug auf die Aktivitäten des täglichen Lebens sowie die soziale Partizipation zu erreichen.
Der vorliegende Berichtsteil III zur Ergotherapie analysierte die Wirksamkeit ergotherapeutischer Maßnahmen mit Fokus auf Aktivitäten des täglichen Lebens bzw. auf kognitive Beeinträchtigungen bei PatientInnen nach Schlaganfall im Vergleich zu keiner Intervention oder der Routineversorgung.
Die systematische Übersichtsarbeit verwendete 2 Cochrane Reviews aus den Jahren 2006 bzw. 2010 als Ausgangsbasis der Recherche und ergänzte diese mit seither veröffentlichten RCTs. Es konnten insgesamt 4 Studien identifiziert werden, welche die Einschlusskriterien erfüllten. Trotz schlechter Evidenzlage für manche Endpunkte sowie für den Bereich kognitive Beeinträchtigungen zeigte sich, dass Ergotherapie mit Fokus auf das Training der Aktivitäten des täglichen Lebens bei PatientInnen nach Schlaganfall für einige Outcomes zu einer signifikanten Verbesserung führt.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 59: http://eprints.hta.lbg.ac.at/973/

Kontakt: Inanna Reinsperger

Mehr


Ergotherapie Teil IV bei Demenz und Teil V bei Depression

11.09.2012

Teil IV analysiert die Evidenz zur Wirksamkeit ergotherapeutischer Maßnahmen bei dementen PatientInnen. Ergotherapeutische Interventionen in das Bezugssystem DemenzpatientIn/ Betreuungsperson stellen komplexe soziale Interventionen dar, die grundsätzlich in puncto Übertragbarkeit zwischen Settings und Ländern heikel sind. Der Großteil der vorliegenden Evidenz zu Ergotherapie bei Demenz liegt für den stationären Bereich vor. Die Evidenz zeigt, dass bestimmte ergotherapeutische Interventionen gewisse tendenziell positive Effekte auf PatientInnen mit Demenz und deren Betreuungspersonen haben können. Es ist nicht geklärt, welche ergotherapeutischen Interventionen am effektivsten sind. Es ist unklar, wie oft ergotherapeutische Interventionen eingesetzt werden müssen, um diese zu erzielen.

Teil V analysiert die Evidenz zur Wirksamkeit ergotherapeutischer Maßnahmen bei depressiven PatientInnen. Alle drei hierzu eingeschlossenen systematischen Reviews beziehen sich zur Forschungsfrage ausschließlich auf den gleichen einen RCT, liefern damit also keine darüber hinaus gehende Evidenz. Dieser kleine RCT von immerhin guter Qualität zur Wirkung von Ergotherapie bei schwerer Depression am Arbeitsplatz zeigt keine interventionsassoziierte Wirkung auf die Besserung der Depression, konstatiert aber eine schnellere Rückkehr an den Arbeitsplatz in der Interventionsgruppe. Hier liegt zumindest recht eindeutige Evidenz vor, dass das ergotherapeutische Programm einen Effekt gezeigt hat. Insgesamt ist die Evidenz zu gering, von der methodischen Qualität manchen Wunsch offen lassend und zu spezifisch, um weitere Aussagen zur Wirksamkeit von Ergotherapie bei Depression treffen zu können.

Projektbericht Nr.: 60: http://eprints.hta.lbg.ac.at/974


Kontakt: Nikolaus Patera

Mehr


Ambulante kardiologische Rehabilitation Teil V: Studienprotokoll „Multizentrische, prospektive Kohortenstudie mit zwei Vergleichsgruppen (mit/ ohne Phase III)“

10.09.2012

Im Anschluss an die kardiologische Phase II Rehabilitation, ambulant durchgeführte Phase III Programme werden österreichweit an einigen, wenigen Standorten angeboten. Acht ambulante Rehabilitationseinrichtungen haben derzeit befristete Rahmenverträge mit dem Hauptverband Österreichischer Sozialversicherungsträger. Nach den bisherigen Vorarbeiten (Ambulante kardiologische Rehabilitation Teile I-IV) soll nun eine multizentrische, prospektive Kohortenstudie mit 2 Vergleichsgruppen (mit/ ohne Phase III) durchgeführt werden. Die primäre Fragestellung der geplanten Studie lautet, ob PatientInnen mit ungünstigem Risikoprofil, die nach Beendigung der Phase II Rehabilitation an einem additiven Phase III Rehabilitationsprogrammen teilnehmen, 18 Monate nach Beendigung der Phase II Rehabilitation im Vergleich zur PatientInnen ohne anschließender Phase III Rehabilitation im Mittel weniger offene Rehabilitationsziele haben. Insgesamt 450 PatientInnen werden eingeschlossen. Zusätzlich zur Dokumentation klinischer Parameter wird zu Studienbeginn eine PatientInnen-Fragebogenerhebung durchgeführt. 18 Monate nach Phase II Ende erhalten alle PatientInnen erneut einen PatientInnen-Fragebogen sowie einen ÄrztInnen-Fragebogen, welcher von den behandelnden InternistInnen (alternativ in kasseneigenen Ambulatorien) ausgefüllt wird. Die Gesamtstudiendauer beträgt etwa 3 Jahre.

Decision Support Document Nr. 50: http://eprints.hta.lbg.ac.at/971

Kontakt: Brigitte Piso

Mehr


Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei ausbleibender oder verzögerter Frakturheilung

09.09.2012

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wurde erstmals im Jahr 1980 in der Urologie zur nicht-invasiven Zertrümmerung von Steinen der Nieren und ableitenden Harnwege verwendet und wird seit Beginn der 1990er Jahre zur Behandlung der ausbleibenden oder verzögerten Frakturheilung eingesetzt. Die vorliegende systematische Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit dieses Verfahrens bei ausbleibender oder verzögerter Frakturheilung zusammen.

Die Evidenz zur Wirksamkeit stützt sich derzeit lediglich auf eine randomisierte kontrollierte Studie, während für die Bewertung der Sicherheit zusätzlich neun prospektive, unkontrollierte Fallserien identifiziert werden konnten. Neben Wirksamkeitsendpunkten, wie Frakturheilungsrate, Zeit bis zur Frakturheilung, Funktion, Schmerzen und Lebensqualität, werden Sicherheitsaspekte, wie schwerwiegende und geringfügige Nebenwirkungen, berichtet. 

Zusammenfassend besteht ein Mangel an Evidenz, v.a. zur Wirksamkeit der ESWT zur Behandlung der ausbleibenden oder verzögerten Frakturheilung.  Die Durchführung prospektiver, (randomisierter) kontrollierter Studien unter Berücksichtigung weiterer, in der Übersichtsarbeit diskutierter, Aspekte wird empfohlen.

Decision Support Document Nr. 62: http://eprints.hta.lbg.ac.at/975

Kontakt: Marisa Warmuth

Mehr


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 30 online

31.07.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Juli 2012:
Ipilimumab (Yervoy®) für die Erstlinientherapie von PatientInnen mit fortgeschrittenem/metastasiertem Melanom  Neu!

Juni 2012:
Romidepsin (Istodax®) zur Behandlung von Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem peripherem T-Zell Lymphom (PTCL) nach einer systemischen Chemotherapie  Neu!
Brentuximab (Adcetris®) zur Behandlung von rezidiviertem Hodgkin Lymphom (HL) oder rezidiviertem systemischen anaplastischen großzelligen Lymphom (sALCL)   Neu!
Lenalidomide (Revlimid®) für die Therapie von transfusionsabhängiger Anämie bei geringem/mittlerem (Stufe 1) Risiko von myelodysplastischen Syndromen mit partieller Deletion des Chromosoms Nummer 5 („5q-Deletion“)  Neu!


Mehr

Bewertung Medizinischer Einzelleistungen (MEL) 2012

27.07.2012

Alljährlich werden beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zahlreiche neue medizinische Interventionen für die Einzelleistungsrefundierung vorgeschlagen. Aufgabe und Ziel dieses Projekts ist die systematische Beurteilung der Effektivität und Sicherheit von Interventionen, die für die – bis Dezember jedes Jahres - Aufnahme in den MEL (Medizinische Einzelleistungen)-Katalog des folgenden Jahres vorgeschlagen werden. Die Themen werden vom BMG priorisiert oder im Fall bestehender Leistungen von Landesfonds dem LBI-HTA in Auftrag gegeben. Die Beurteilung erfolgt auf Basis von systematischen Reviews, die für jede Intervention erarbeitet werden, und einer Darstellung der Evidenz nach dem GRADE-Schema. Seit 2009 besteht eine Kooperation mit dem deutschen NUB Verfahren, das zeitgleich ebenfalls mit derselben Methode für beiden Länder relevante, d.h. in beiden Ländern eingereichte neue medizinische Methoden beurteilt.

8 Decision Support Documents 2012: 

  • DSD 53: Radiofrequenzablation bei Tumoren der Lunge und mediastinalen Lymphknoten
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/957/                                                                
  • DSD 54: Radiofrequenzablation bei Knochentumoren (Osteoid-Osteom und Knochenmetastasen)
     http://eprints.hta.lbg.ac.at/958/                                                         
  • DSD 55: Radiofrequenzablation bei Kopf- und Halstumoren
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/959/
  • DSD 56: Radiofrequenzablation bei benignen und malignen Veränderungen endokriner Organe (Schilddrüse und Nebenniere)
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/960/
  • DSD 57: Radiofrequenzablation bei Brustkrebs
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/961/                                                          
  • DSD 58: Radiofrequenzablation bei Primärtumoren des Gastrointestinaltrakts (Kolorektal- und Pankreaskarzinom)
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/962/                                                                   
  • DSD 59: Radiofrequenzablation bei Tumoren des Urogenitaltrakts (Nierenzellkarzinom, Prostatakarzinom, Leiomyome des Uterus)
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/963/                                               
  • DSD 60: Schlingensysteme bei Belastungsinkontinenz des Mannes
    http://eprints.hta.lbg.ac.at/964/
     

+4 Updates:

Kontakt: Claudia Wild


Mehr

Horizon Scanning in Oncology –Impact- und Umfeldanalyse

27.07.2012

Im Rahmen des Programms „Horizon Scanning in Oncology“ (HSO), werden neue onkologische Medikamente vor ihrer routinemäßigen Einführung in den klinischen Alltag evaluiert, um EntscheidungsträgerInnen mit Informationen zu diesen Präparaten zu versorgen.
Das Ziel dieses Berichts ist, die Auswirkungen dieses Programms anhand einer Download-Analyse und einer Online-Umfrage zu erheben, sowie eine Umfeldanalyse zu erstellen.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es Hinweise für einen Impact des HSO Programms gibt: die Berichte werden vermehrt runtergeladen und werden als relevante, zeitgemäße und qualitative Informationsquelle betrachtet. Die Umfeldanalyse zeigte, dass das LBI-HTA mit seinen Bewertungen von onkologischen Medikamenten eines der ersten Institute ist - im Durchschnitt innerhalb von 4 Monaten nach der Zulassung durch die European Medicines Agency. Dennoch bleiben einige Fragen unbeantwortet: beeinflussen HSO Berichte tatsächlich Entscheidungen; warum verwenden nur wenige KlinikerInnen diese Berichte? 

LBI-HTA Projektbericht Nr. 61: http://eprints.hta.lbg.ac.at/969/

Kontakt: Anna Nachtnebel


Elter-Kind Vorsorge neu: Update der Teile I und IV (inkl. Addendum)

26.07.2012

Seit der Veröffentlichung der Projektberichte „Eltern-Kind Vorsorge neu“ Teil I und IV im März 2011 gab es Hinweise auf nicht in den Projektberichten genannte, österreichische Datenquellen zur Häufigkeit einzelner Gesundheitsbedrohungen. Um diese Daten zu erfassen wurde im Dezember 2011 ein Fragebogen ausgeschickt, in dem ExpertInnen die Möglichkeit hatten zusätzliche Literaturhinweise und österreichische Datenquellen anzugeben. Über die Befragung gelangten Literaturhinweise zu sieben Gesundheitsbedrohungen ein.
In dem Berichtteil I wurden dementsprechend folgende Kapitel überarbeitet bzw. ergänzt: Fetales Tabaksyndrom, Toxoplasmose, Zerebralparese, Stoffwechselerkrankungen, Hüftdysplasie, Sprachentwicklungsstörungen und Diabetes Mellitus. Ebenfalls wurden die Häufigkeitstabellen am Kapitelende sowie das „Ranking“ der Gesundheitsbedrohungen im Teil IV dementsprechend überarbeitet.

Das Update bezieht sich jedoch ausschließlich auf die genannten Kapitel, alle anderen Berichtsteile sind unverändert und entsprechen dem Letztstand der Erstpublikation (März 2011).

Mehr


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Documents Nr. 25, 26 & 28 online

13.06.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Juni 2012:
Romidepsin (Istodax®) zur Behandlung von Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem peripherem T-Zell Lymphom (PTCL) nach einer systemischen Chemotherapie  Neu!
Brentuximab (Adcetris®) zur Behandlung von rezidiviertem Hodgkin Lymphom (HL) oder rezidiviertem systemischen anaplastischen großzelligen Lymphom (sALCL)   Neu!
Lenalidomide (Revlimid®) für die Therapie von transfusionsabhängiger Anämie bei geringem/mittlerem (Stufe 1) Risiko von myelodysplastischen Syndromen mit partieller Deletion des Chromosoms Nummer 5 („5q-Deletion“)  Neu!


Mehr

Qualitätsbewertung schriftlicher Patienteninformation zu chronisch myeloischer Leukämie (CML)

25.05.2012

Der vorliegende LBI-HTA Projektbericht befasste sich mit dem Thema Qualitätsbewertung schriftlicher Patienteninformation für PatientInnen mit chronisch myeloischer Leukämie. Neben dem Arzt-Patienten-Gespräch spielen frei verfügbare schriftliche Patienteninformationen für eine partizipative Entscheidungsfindung bei Behandlungsentscheidungen eine immer größere Rolle. Obwohl Kriterien für evidenzbasierte Patienteninformation verfügbar sind, werden diese bislang nur unzureichend berücksichtigt. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Qualität schriftlicher Patienteninformation zu evaluieren und Ansatzpunkte für die Qualitätsverbesserung zu finden. Die eingeschlossenen Informationsmaterialien wurden mit dem standardisierten Qualitätsbewertungsinstrument DISCERN bewertet. Die Ergebnisse bestätigen, dass derzeit verfügbare Gesundheitsinformationen nur unzureichend bestehenden Qualitätskriterien entsprechen. Vor allem Informationsmaterialien von auf Gewinn ausgerichteten Organisationen haben statistisch signifikant niedrigere DISCERN-Ratings als jene von Non-Profit-Organisationen. Erstaunlicherweise konnte kein Qualitätsunterschied zwischen Materialien von Organisationen mit einem Qualitätslabel, wie zum Beispiel Health on the Net (HON), auf deren Homepage im Vergleich zu Organisationen ohne einem derartigen Qualitätszertifikat festgestellt werden.

LBI-HTA Projektbericht Nr. 052: http://eprints.hta.lbg.ac.at/953
Kontakt: Katharina Hintringer


Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Document Nr. 27 online

24.05.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Mai 2012:
Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Chemotherapie bei vorbehandeltem metastasiertem Brustkrebs  Neu!


Mehr

Eltern-Kind-Vorsorge neu, Teil VI: Aufsuchende Hilfen im Rahmen von Schwangeren-/Eltern-Kind-Programmen

22.05.2012

Im Rahmen des LBI-HTA Projekts „Eltern-Kind-Vorsorge neu“ befasste sich der vorliegende Bericht (Teil VI) mit aufsuchenden Hilfen für Schwangere, Eltern und Kinder. Hierbei wurde das Ziel verfolgt, einen ausgewählten Länderüberblick zu Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten und Berufsprofilen zu aufsuchenden Hilfen zu geben, Hinweise zur Wirksamkeit von aufsuchenden Hilfen entlang von Zielgruppen-relevanten Outcomes für Schwangere, Eltern und Kindern zu liefern und eine Status-quo Erhebung von aufsuchenden Angeboten in Österreich darzustellen. Die Ergebnisse zu den Bildungsangeboten zeigten u.a. für Deutschland und Österreich eine Spezialisierung auf die Arbeit mit Familien in diversen Belastungssituationen. Curricula in Ländern, wie Großbritannien, Dänemark und Schweden verfolgen eher breiter angelegte Ansätze, die auch auf Zielgruppen „ohne“ Risikofaktoren abzielen. Die zusammenfassende Literaturübersicht (auf Basis von 6 Reviews) zur Wirksamkeit von aufsuchenden Hilfen zeigte u.a. positive Effekte auf die physische und psychische Gesundheit von Kindern und Müttern. Eine positive Einflussnahme wird auch auf Mutter/Eltern-Kind Interaktionen sowie auf die Anzahl von Kinderunfällen berichtet. Jedoch zeigen sich auch widersprüchliche Wirksamkeitsergebnisse, die einer weiterführenden Analyse bedürfen. Die ExpertInnenbefragung zu aufsuchenden Projekten und Programmen in Österreich ergab, dass die Kerntätigkeiten von aufsuchenden Hilfen v.a. in der Beratung und Unterstützung (v.a. von Eltern) bestehen. Weiters ist eine Fokussierung auf bestimmte Zielgruppen erkennbar (z.B. auf Familien mit sozialmedizinischen Belastungsfaktoren). SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und Krankenpflegepersonal werden von den Befragten besonders häufig als aufsuchende Berufsgruppen genannt.

HTA-Projektbericht Nr. 053:  http://eprints.hta.lbg.ac.at/947
Kontakt: Roman Winkler


Eltern-Kind-Vorsorge neu, Teil VII: Potenziale einer elektronischen Umsetzung

22.05.2012

Teil VII hatte zur Aufgaben, internationale elektronisch realisierte Initiativen zu identifizieren und die Machbarkeit einer elektronischen Eltern-Kind-Vorsorge-Initiative (EKVI) als ELGA-Anwendung für Österreich zu analysieren. Nahezu alle (elektronischen und papierbasierten) EKVI verfolgen vier Zielsetzungen: Gesundheitliche Versorgung, Administration der Versorgung, Qualität durch gleichen Zugang und strukturierte Versorgung sowie Abwicklung von finanziellen Leistungen. Elektronische EKVI ermöglichen darüber hinaus Versorgungsforschung und –planung, Evaluationen sowie  Entscheidungsunterstützung für abgestufte Versorgung. Der Weg von lokalen (Praxis- oder Krankenhaus-) Systemen zu integrierten, Anlaufstellen-übergreifenden Gesundheitsakten/ ELGA für Mutterschaft und Kindheit zeigt sich in der Praxis allerorts noch unausgereift. Aus den ersten Erfahrungen elektronischer EKVI ließen einige (Best) Practice Empfehlungen für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung identifizieren. Die Analyse von konkreten Anwendungsfällen des heutigen Mutter-Kind-Passes zeigte, dass unter den Voraussetzungen einer funktionsfähigen Rahmenarchitektur von ÖELGA, einer gesicherten Rechtslage und einem Konsens (bzw. einer gesetzlichen Verpflichtung) der Akteure zur Beteiligung elektronische Umsetzung in ÖELGA technisch lösbar wäre. Die inhaltliche Neuorientierung eines ÖMKP sollte zunächst unabhängig von der Art der persönlichen Gesundheitsakte (elektronisch oder papierbasiert) diskutiert werden. Erst wenn ein Konsens auf breiter Basis über neue Zielsetzungen (etwa universale vs. risiko-gruppenspezifische Versorgungsanbote) besteht, wäre der nächste Schritt, eine geeignete Form der Umsetzung zu erarbeiten.  Eine Umsetzung eines österreichischen eMKP sollte in realistischen Zeiträumen geplant, in Form regionaler Pilotprojekte unter Einbindung der AnwenderInnen erprobt und mit der Möglichkeit für nachträgliche Optimierungen entwickelt werden.

HTA-Projektbericht Nr. 054: http://eprints.hta.lbg.ac.at/948
Kontakt: Claudia Wild 


Eltern-Kind-Vorsorge neu. Teil VIII: Budgetauswirkungsanalyse für Maßnahmen zur Verringerung der Frühgeburtlichkeit und für aufsuchende Hilfen, sowie Literaturübersicht zu deren Wirtschaftlichkeit

22.05.2012

Im Rahmen des LBI-HTA Projekts „Eltern-Kind-Vorsorge neu“ befasste sich der vorliegende Bericht (Teil VIII) mit der Abschätzung der unmittelbaren finanziellen Konsequenzen für öffentliche Kostenträger (Budget Impact), die mit der Einführung von Maßnahmen zur Verringerung der Frühgeburtlichkeit und von aufsuchenden Hilfen für Schwangere/Eltern und Kleinkinder in Österreich einhergehen.
Die Programmkosten zur Verringerung der Frühgeburtlichkeit variieren je nach Programm zwischen < 50.000 € und 2 Mio. € pro Jahr. Die potenziellen Einsparungen fallen in den meisten Szenarien höher aus, als die Programmkosten. Aus Effizienzgesichtspunkten scheinen bei den Maßnahmen zur Reduktion der Frühgeburten die Programme „Zervisscreening bei Risikoschwangeren + Progesterongabe“ und „vaginales Infektionsscreening“ den Programmen „RaucherInnenentwöhnung“, „Progesteroninjektion“ und „Fischölgabe“ bei Risikoschwangeren überlegen.
Bei aufsuchenden Hilfen im Rahmen frühzeitiger Entlassung nach normaler Geburt fallen mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls weniger Kosten an, als Einsparungsmöglichkeiten im stationären Sektor zu erwarten sind. Aufsuchende Hilfen in der frühen Kindheit sind am teuersten und am unsichersten hinsichtlich (ökonomischer) Effekte, setzen aber als einziges Programm gezielt bei einer Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit an.


HTA-Projektbericht Nr. 055:  http://eprints.hta.lbg.ac.at/949
Kontakt: Ingrid Zechmeister-Koss

Generische Indikatoren für Prozessqualität in der Onkologie: Ein Kompendium

24.02.2012

Im Jahr 2011 publizierte das LBI-HTA den Bericht „Behandlungsqualität in der Onkologie und deren Messung“. Dort werden als Beispiele für internationale Aktivitäten in der Sicherung onkologischer Behandlungsqualität 17 Sets von Qualitätsindikatoren aufgelistet. Um für die Praxis mögliche konkrete Instrumente zu Verfügung zu stellen, enthält das vorliegende Kompendium Details zu generischen (krebsartübergreifenden) Indikatoren für die Prozessqualität (in Abgrenzung von Struktur- und Ergebnisqualität) aus diesen Sets.

Der Fokus des Kompendiums liegt auf Behandlungsprozessen von Krebs nach einer etablierten Diagnose. Deshalb werden Indikatoren für präventive Maßnahme (inklusive Screening) hier nicht berücksichtigt. Fünf der 17 Indikatorsets enthielten keine generischen Prozessindikatoren. Alle inkludierten generischen Prozessindikatoren werden präsentiert. Jene 31 generischen Prozessindikatoren, die in mindestens zwei Indikatorsets enthalten sind, werden in dem Kompendium detailliert beschrieben.

HTA-Projektbericht Nr. 049b: http://eprints.hta.lbg.ac.at/946
Kontakt: Nikolaus Patera


Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Document Nr. 21 online

17.02.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Februar 2012:
Axitinib (AG013736, Inlyta®) als Zweitlinientherapie zur Behandlung von metastasiertem Nierenzellkarzinom
Neu!
Erlotinib (Tarceva®) für die Erstlinienbehandlung von PatientInnen mit lokal fortgeschrittenem/metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit aktivierenden EGFR Mutationen
Everolimus (Afinitor®) für die Behandlung von fortgeschrittenen, progressiv verlaufenden, neuroendokrinen Tumoren pankreatischen Ursprungs (pNET)


Mehr

LBI-HTA Jahresbericht 2011

13.02.2012

Das LBI-HTA veröffentlicht seinen sechsten Jahresbericht, der neben einer detaillierten Beschreibung des Instituts im Hinblick auf Budget, Partner, Gremien, Personal (-entwicklung) und Infrastruktur, auch die Auflistung und Erläuterung aller, im Jahr 2011 abgeschlossenen und begonnenen Forschungsprojekte, beinhaltet. Darüber hinaus wird über Publikationen und Kongressbeiträge der LBI-HTA WissenschafterInnen, deren Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungen, über Lehr-, Review- und Gutachtertätigkeit sowie über nationale und internationale wissenschaftliche Kooperationen berichtet.

Highlights und Herausforderungen des Jahres 2011 waren unter anderem die aktive Mitarbeit im EU-Projekt „EUnetHTA Joint Action (1) 2010-2012“ (Leitung des Work Packages 7B) und die Entwicklung einer Datenbank aller geplanten und laufenden Assessments der EUnetHTA-Partnerorganisationen (POP database), Beantragung und Genehmigung einen weiteren EU-Projekts „Joint Action (2) EUnetHTA 10/2012- 09/2015“, in welchem das LBI-HTA wiederum eine prominente Stellung (Co-WP-Leadpartner) einnehmen wird, das erfolgreiche Pilotieren einzelner internationaler Kooperationsprojekte im Rahmen des Horizon Scanning in Oncology Programms sowie im Zuge der jährlich durchgeführten MEL-Bewertungen, die erfolgreiche Fortsetzung der deutsch-österreichischen Kooperation mit dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund/ MDS im Bereich „NUB/ Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden“ (BRD) und „MEL/ Medizinische Einzelleistungen“ (Ö). Nicht zuletzt gab es 2 Jubliäen zu feiern: das 5-Jahres Bestehen des LBI-HTA und die 100. Ausgabe des HTA-Newsletters (September).

LBI-HTA Jahresberichte
Kontakt: Smiljana Blagojevic


Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Document Nr. 22 und Nr. 24 online

07.02.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Februar 2012:
Erlotinib (Tarceva®) für die Erstlinienbehandlung von PatientInnen mit lokal fortgeschrittenem/metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit aktivierenden EGFR Mutationen Neu!
Everolimus (Afinitor®) für die Behandlung von fortgeschrittenen, progressiv verlaufenden, neuroendokrinen Tumoren pankreatischen Ursprungs (pNET) Neu!


Mehr

Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Document Nr. 23 online

23.01.2012

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Jänner 2012:
Vemurafenib für die Behandlung von fortgeschrittenen/metastasierten Melanomen mit BRAF V600E Mutationen Neu!


Mehr

Eltern-Kind-Vorsorge neu. Teil V: Maßnahmen zur Verringerung der Frühgeburtlichkeit

18.01.2012

Das Thema Frühgeburtlichkeit wurde im bisherigen „Eltern-Kind-Vorsorge neu“- Projekt mehrfach als höchst relevantes Gesundheitsthema identifiziert. Ziel des vorliegenden Berichtsteils war es, geeignete primär- oder sekundärpräventive Maßnahmen sowie Screeningmaßnahmen zu identifizieren, welche die Frühgeburtlichkeit senken könnten.  Auf Basis einer systematischen Literatursuche wurden 56 auf RCTs basierende und seit dem Jahr 2000 publizierte systematische Reviews in die qualitative Analyse eingeschlossen. Für einige wenige der analysierten Interventionen lagen keinerlei relevante Ergebnisse aus Primärstudien vor, für (etwas weniger als) die Hälfte der Interventionen konnten keine Gruppenunterschiede nachgewiesen werden. Dennoch konnten einige (Einzel-)Interventionen, v.a. für definierte Subpopulationen schwangerer Frauen, identifiziert werden, welche einen positiven Einfluss auf das Frühgeburtenrisiko haben dürften. Vor deren potentieller Implementierung in ein Eltern-Kind-Vorsorge Programm müssen jedoch auch die Stärke der Assoziationen von Risiko- bzw. protektiven Faktoren auf die Frühgeburtlichkeit sowie die Prävalenzen dieser Faktoren in Bevölkerung berücksichtigt werden. Schließlich sind auch potentielle „strukturelle“ Ursachen der im europäischen Vergleich hohen österreichischen Frühgeburtenrate in Betracht zu ziehen (z.B. Definitionsunterschiede, Einflüsse assistierter Reproduktionstechniken oder der Sectiorate).

HTA-Projektbericht Nr. 050: demnächst verfügbar unter http://eprints.hta.lbg.ac.at/939
Kontakt: Brigitte Piso


Mehr

Konzentration der Spitzenmedizin: Initiative /Aktivitäten in der Schweiz/ Diskussion für Österreich

27.12.2011

Dienstag, 27. März 2012 
15:30 -  17:30 Uhr
           
Ort:
Gesellschaft d. Ärzte
Frankgasse 8
1090 Wien
Bibliothek 

Mehr

Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Document Nr. 20 online

22.12.2011

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Dezember 2011:
Abiraterone acetate (ZytigaTM) für die Zweilinientherapie von metastasiertem, kastrationsrefraktärem Prostatakarzinom Neu!
Rituximab (Rituxan®/MabThera®) für die Therapie chronisch lymphatischer Leukämien – 1. Update 2011


Mehr

Horizon Scanning in Oncology: Decision Support Documents Nr. 19, Nr. 04/Update 2011, Nr. 06/Update & Nr. 11/Update 2011 online

05.12.2011

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Dezember 2011:
Rituximab (Rituxan®/MabThera®) für die Therapie chronisch lymphatischer Leukämien – 1. Update 2011 Neu!

November 2011:
Panitumumab (Vectibix®) als Erstlinientherapie zur Behandlung von WT KRAS metastasiertem Kolorektalkarzinom
Gefitinib (Iressa®) als Erstlinientherapie für nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom – 1. Update 2011

September 2011:
S-1 (TeysunoTM) als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht kleinzelligen Lungenkarzinom


Mehr

Stellenausschreibung am LBI-HTA

03.11.2011

Das LBI für Health Technology Assessment arbeitet mit einem interdisziplinären Team von WissenschafterInnen aus Medizin, Gesundheitsökonomie, Pharmazie, Kommunikationswissenschaft, Public Health und zahlreichen klinischen ExpertInnen.

Derzeit ist folgende Position zur baldigen Besetzung ausgeschrieben (Dez/Jän):

  • Wissenschaftliche Assistenz der Institutsleitung mit Interesse an Wissenschaftskommunikation
    (Stellenausschreibung)

Neben den fachlichen Voraussetzungen sind die Befähigung zu systematischem Arbeiten, Eigenständigkeit, gutes Englisch in Wort und Schrift, Interesse an IT, Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit und internationaler Kommunikation sowie Teamfähigkeit gefragt.

Bewerbungen bis 30. November 2011 an die Institutsleiterin,
PD Dr. Claudia Wild


Qualität in der Onkologie und deren Messung

21.10.2011

Das breite Erkrankungsspektrum Krebs stellt die Qualitätsmessung vor besondere Herausforderungen. Die multimodalen Behandlungsformen (Chirurgie, Chemo-, Hormon-, Immun-, Strahlentherapie) dieser zunehmend chronischen Erkrankung sind von einem wiederholten Wechsel zwischen ambulant und stationär gekennzeichnet. Voraussetzung für die Darstellung der Behandlungsqualität in der Onkologie ist das vernetzende Monitoring einer Vielzahl von AkteurInnen über einen oft langen Zeitraum hinweg. Im Kontext der Erarbeitung eines Österreichischen Nationalen Krebsplans werden im vorliegenden Bericht internationale Aktivitäten in der Messung onkologischer Behandlungsqualität vorgestellt. Besonderer Entwicklungsbedarf besteht nach wie vor bei Indikatoren zum Vergleich von Untergruppen, bei solchen zu selteneren Krebserkrankungen und beim Einbeziehen von psychosozialen Aspekten, Lebensqualität und PatientInnenperspektive, besonders am Ende des Lebens. Bei der Gestaltung eines Qualitätssystems zur onkologischen Behandlung bedarf es – neben Wissen zur Entwicklung von Indikatoren im engeren Sinn und der Infrastruktur zur effektiven Datenerfassung – auch der Expertise bei der Entwicklung von Leitlinien und Behandlungspfaden, sowie des Know-how zu Datenanalyse und -interpretation. Für eine Verbesserung der Qualität ist das Einbinden der AkteurInnen vor Ort ebenso bedeutsam, wie Organisationswissen und Hebelpunkte zur gezielten Umsetzung von Veränderung in der onkologischen Behandlungspraxis.

HTA-Projektbericht Nr. 049: http://eprints.hta.lbg.ac.at/934
Kontakt: Nikolaus Patera


Radiofrequenztherapie bei hepatozellulärem Karzinom und Lebermetastasen

20.10.2011

Leberkarzinome wie das hepatozelluläre Karzinom (HCC) und kolorektale Lebermetastasen (CRLM) treten in Österreich mit einer Inzidenz von 6 pro 100.000 Personen auf, wobei dreimal mehr Männer als Frauen betroffen sind. Die derzeit verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten von Lebertumoren sind vielfältig, als einzig wirklich kurative Therapieoption gilt die Lebertransplantation, welche aufgrund eines Organmangels jedoch nicht routinemäßig eingesetzt werden kann. Somit gilt die chirurgische Resektion in der Behandlung von Leberkarzinomen weiterhin als Goldstandard, welche jedoch oft durch die bestehende Leberzirrhose limitiert ist. Daher hat sich als Alternative in den letzten Jahren zunehmend die Radiofrequenzablation (RFA) etabliert, bei der Applikatoren in das Tumorgewebe eingebracht werden (perkutan, laparoskopisch oder offen), welche durch Erhitzung zu einer Zerstörung des Tumorgewebes führen. Im Rahmen einer systematischen Übersichtsarbeit identifizierten das LBI-HTA insgesamt acht Studien, von denen fünf Studien die Wirksamkeit und Sicherheit der RFA im Vergleich zur chirurgischen Resektion bei HCC, zwei Studien die Wirksamkeit der RFA im Vergleich zur chirurgischen Resektion bei CRLM sowie zwei Studien die Wirksamkeit der RFA in Fallserien beleuchteten. Die vorliegende Evidenz deutet darauf hin, dass die chirurgische Resektion sowohl zur Behandlung des HCC als auch von CRLM wirksamer (5-Jahres-Überlebensrate, Rezidivrate) zu sein scheint. Andererseits gibt es Hinweise, dass die RFA zur Behandlung des HCC sicherer (Gesamtkomplikationsrate, interventionsassoziierte Mortalität) ist, hinsichtlich der Sicherheit der RFA zur Behandlung von CRLM fehlt jegliche Evidenz. 

Decision Support Document Nr. 049: http://eprints.hta.lbg.ac.at/933
Kontakt: Marisa Warmuth


5 Jahre LBI-HTA!!

03.09.2011

 


Mehr

Behandlungsoptionen einer Varikosis der unteren Extremität

02.09.2011

Varizen stellen das häufigste Venenleiden im deutschsprachigen Raum dar. Die entsprechende Therapie ist abhängig von der Lokalisation, der Größe und vom Ausmaß der Varizen sowie vom Vorhandensein oder Fehlen eines Refluxes. Das Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit ist es, die vorhandene Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener therapeutischer Optionen, wie konservativer Therapiemaßnahmen, Chirurgie, Sklerotherapie und endovenöser thermaler Verfahren (Lasertherapie und Radiofrequenztherapie) im Vergleich zueinander darzustellen sowie gegebenenfalls eine Grenze zwischen medizinisch indizierten und ästhetischen Eingriffen zu definieren. Insgesamt wurden neun Vergleiche hinsichtlich vorab definierter PatientInnen-relevanter Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte verschiedener Therapieoptionen durchgeführt, wobei für einige dieser Endpunkte aufgrund fehlender oder mangelhafter Evidenz bzw. inkonklusiver oder kontroversieller Ergebnisse letztlich keine Aussage getroffen werden kann. Zusammenfassend scheint es, dass minimal-invasive thermale Verfahren hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit der konventionellen Chirurgie nicht unterlegen sowie im Vergleich miteinander gleichwertig sind, allerdings besteht Bedarf nach einem standardisierten Vorgehen sowie der Einführung einer Mindest-Fallzahl pro OperateurIn. Eine Grenze zwischen medizinisch-indizierten, versus ästhetischen, invasiven oder minimal-invasiven Eingriffen konnte durch diesen systematischen Review nicht definiert werden.

HTA-Projektbericht Nr. 51: http://eprints.hta.lbg.ac.at/930
Kontakt: Marisa Warmuth


Ambulante kardiologische Rehabilitation. Teil IV: Optionen zur Durchführung einer prospektiven Studie

22.08.2011

Nach Abschluss der retrospektiven Kardiorehabilitationsstudie im April 2010 wurde das LBI-HTA im Rahmen der Kooperationsvereinbarungen mit dem Hauptverband Österreichischer Sozialversicherungsträger (HVB) damit beauftragt, Optionen zur Durchführung einer prospektiven Studie zur Überprüfung der Wirksamkeit der kardiologischen Phase III Rehabilitation auszuarbeiten. Sowohl mit VertreterInnen des HVB, der Kostenträger (Pensionsversicherungsanstalt und Krankenversicherungen), sowie  der Arbeitsgemeinschaft für ambulante kardiologische Prävention und Rehabilitation (AGAKAR) als Leistungsanbieter der zu evaluierenden Intervention wurden im Verlauf der Studienplanung zahlreiche Gespräche u.a. zur Zieldefinition der Studie, aber auch zu organisatorischen Rahmenbedingungen durchgeführt. Auf Basis der Daten der retrospektiven Studie und der verfügbaren Literatur wurden für alle potentiellen Endpunkte Powerberechnungen durchgeführt. Unter Einbeziehung aller oben genannten Informationsquellen wurde anschließend der Vorschlag für eine prospektive, nicht-randomisierte, kontrollierte Beobachtungsstudie mit zwei Paralellgruppen (mit/ ohne Phase III Rehabilitation) entwickelt.

Decision Support Document Nr. 48: http://eprints.hta.lbg.ac.at/928
Kontakt: Brigitte Piso


Disinvestment. Erfahrungen und Herausforderungen in ausgewählten Ländern

01.08.2011

Im letzten Jahrzehnt gewann „Disinvestment“ als politisches Instrument zum effizienteren Einsatz von Ressourcen des Gesundheitssystems zunehmend an Bedeutung. Disinvestment bezieht sich auf die Bewertung von Technologien, die sich in der letzten Phase ihres Lebenszyklus befinden, die durch alternative Technologien ersetzt wurden oder bei denen nachgewiesen wurde, dass sie unwirksam/unsicher sind. Ziel dieses Projektes war, einen Überblick über vorhandene Reinvestitionspraktiken ausgewählter Länder zu geben und mögliche Herausforderungen bei deren Umsetzung darzustellen. Als Grundlage für diesen Bericht wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt und die Vorgehensweisen von vier Ländern - Australien, England, Kanada und Spanien – analysiert. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Konzepte zur Identifizierung und Priorisierung der potenziell veralteten (obsoleten) Technologien - inklusive der Methoden zur Bewertung - gelegt. Obwohl sich die Disinvestmentstrategien der untersuchten Ländern in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden, zeigten sich gemeinsame Probleme: der Mangel an dezidierten Ressourcen, das Fehlen eines methodischen Frameworks und der Mangel an umfassender Evidenz für die Bewertung der obsoleten Technologien wurden als größte Herausforderungen für eine erfolgreiche Implementierung identifiziert. Weitere Hürden können durch Doppelgleisigkeiten und durch unterschiedliche Zielsetzungen diverser Interessensgruppen entstehen. Da keine der bestehenden Disinvestmentstrategien bislang evaluiert wurde, konnte kein Best-Practice-Modell identifiziert werden.

HTA-Projektbericht Nr. 57: http://eprints.hta.lbg.ac.at/926
Kontakt: Anna Nachtnebel


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 18 online

11.07.2011

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Juli 2011:
Eribulin (Halaven®) als “third or late-line” Monotherapie bei fortgeschrittenem/metastasiertem Brustkrebs

April 2011:
Zweitlinienchemotherapie mit Cabazitaxel (Jevtana®) für die Behandlung von metastasiertem kastrationsrefraktärem Prostatakarzinom 
Dasatinib (Sprycel®) als Erstlinienbehandlung der Philadelphia-Chromosom positiven chronischen myeloischen Leukämie in der chronischen Phase 


Mehr

Sakralnervenstimulation bei fäkaler Inkontinenz

04.07.2011

Fäkale Inkontinenz wird als die mangelnde Fähigkeit eines Menschen seinen Stuhlabgang zurückzuhalten definiert, meist bedingt durch eine Schwäche der Beckenbodenmuskulatur. Zur Behandlung dieser Inkontinenzform gibt es verschiedene Ansätze, einer davon ist die Sakralnervenstimulation. Hierbei werden über einen Stimulator und implantierte Elektroden Stromimpulse an die Sakralnerven geleitet, mit dem Ziel die Funktionalität der Beckenbodenmuskulatur wieder herzustellen. Für die Ergebnisfindung, ob die Sakralnervenstimulation wirksam und sicher ist, kamen insgesamt sieben Veröffentlichungen in Frage. Die Analyse der ausgewählten Literatur ergab, dass die Sakralnervenstimulation für eine Gruppe von PatientInnen die Kontinenz verbessert und die Lebensqualität erhöht. Allerdings ist dieses Ergebnis aufgrund der schlechten Studiendesigns unsicher.

Rapid Assessment Nr. 004: http://eprints.hta.lbg.ac.at/925
Kontakt: Ingrid Zechmeister


Eltern-Kind-Vorsorge neu

02.05.2011

Das Mutter-Kind-Pass Untersuchungsprogramm wurde in Österreich erstmals 1974 eingeführt. Seitdem wurden zwar das Untersuchungsspektrum stetig erweitert und die Anzahl der Untersuchungen schrittweise erhöht, eine systematische Evaluierung des Untersuchungsprogramms wurde jedoch nie durchgeführt, so auch nicht der sich eventuell verändernde Bedarf.  Das Ziel des ersten Projektjahres „Eltern-Kind-Vorsorge neu“ war, eine erste Entscheidungsunterstützung für eine am tatsächlichen (heutigen) Bedarf angepasste Neuorientierung in der Eltern-Kind-Vorsorge zu erarbeiten. Im Teil I wurden Risikofaktoren, Erkrankungen und deren Häufigkeiten von der Konzeption bis zum Schuleintritt auf Basis epidemiologischer Daten abgebildet. Im Teil II wurden internationale Screening- Policies dargestellt und Erfahrungen zu vertiefender Risikogruppen-Versorgung zusammengeführt. Im Teil III wurden die Finanzierungs- und Anreizstrukturen und die Kosten/Ausgabenstrukturen der derzeitigen Mutter-Kind-Vorsorge (Mutter-Kind-Pass, sowie weitere Vorsorgemaßnahmen für Schwangere, Neugeborene und Kleinkinder) dargestellt. Basierend auf diesen Teilberichten wurde in Teil IV als zusammenführendes Ergebnis des ersten Projektjahres der generelle Bedarf nach Vorsorgeleistungen bzw. Screeningmaßnahmen abgeleitet.

Kontakt: Brigitte Piso

Publikationen:
Eltern-Kind-Vorsorge neu.
Teil I:
Epidemiologie – Häufigkeiten von Risikofaktoren und Erkrankungen in Schwangerschaft und früher Kindheit. HTA-Projektbericht 045a
Teil II: Internationale Policies, Konzepte und Screeningstrategien zu „Normal-“ und „Risikoverläufen“ während der Schwangerschaft und frühen Kindheit bis zum Schuleintritt. HTA-Projektbericht 045b
Teil III: Ist-Erhebung der Finanzierungs- und Kostenstrukturen von Eltern-Kind Leistungen in Österreich. HTA-Projektbericht 045c
Teil IV: Synthese der Teile I-III, Handlungsempfehlungen. HTA-Projektbericht 045d

Sie haben die Möglichkeit, relevante Datenquellen bzw. Publikationen, welche in den Berichten nicht berücksichtigt wurden, bis 31.7.2011 über ein Formular zu ergänzen und an office@hta.lbg.ac.at zu retournieren. Diese Ergänzungen werden anschließend gesammelt als Addendumsbericht auf dem Dokumentenserver des LBI-HTA veröffentlicht.


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 16 & 17 online

12.04.2011

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

April 2011:
Zweitlinienchemotherapie mit Cabazitaxel (Jevtana®) für die Behandlung von metastasiertem kastrationsrefraktärem Prostatakarzinom 
Dasatinib (Sprycel®) als Erstlinienbehandlung der Philadelphia-Chromosom positiven chronischen myeloischen Leukämie in der chronischen Phase 

Jänner 2011:
Ipilimumab für vorbehandelte PatientInnen mit fortgeschrittenem/ metastasiertem Melanom      
Nilotinib (Tasigna®) als Erstlinienbehandlung der Philadelphia-Chromosom positiven chronischen myeloischen Leukämie in der chronischen Phase


Mehr

Buchempfehlung:

28.03.2011

Strüngmann Forum Reports:
Better Doctors, Better Patients, Better Decisions - Envisioning Health Care 2020
Gerd Gigerenzer & J.A. Muir Gray (Hrsg.)

The MIT Press, April 2011

404 Seiten, Englisch
ISBN-10: 0262016036
ISBN-13: 978-0262016032
Amazon

BMJ blog: Doc2Doc


LBI-HTA Jahresbericht 2010

17.03.2011

Das LBI-HTA veröffentlicht seinen fünften Jahresbericht, der neben einer detaillierten Beschreibung des Instituts im Hinblick auf Budget, Partner, Gremien, Personal (-entwicklung) und Infrastruktur, auch die Auflistung und Erläuterung aller, im Jahr 2010 abgeschlossen und begonnenen Forschungsprojekte, beinhaltet. Darüber hinaus wird über Publikationen und Kongressbeiträge der Teammitglieder, deren Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen und Fortbildungen, über Lehr-, Review- und Gutachtertätigkeit sowie über nationale und internationale wissenschaftliche Kooperationen berichtet.

Highlights und Herausforderungen des Jahres 2010 waren unter anderem die aktive Mitarbeit im EU-Projekt „EUnetHTA Joint Action“ (Leitung des Work Packages 7B), das erfolgreiche Pilotieren einzelner internationaler Kooperationsprojekte im Rahmen des Horizon Scanning in Oncology Programms sowie im Zuge der jährlich durchgeführten MEL-Bewertungen, die Teilnahme am EBM-Kongress in Salzburg (Februar), die Veröffentlichung des Institutsbuchs „Zahlenspiele in der Medizin – Eine kritische Analyse“ (März), die Instituts-Themenklausur am Tulbingerkogel (April), die HTAi-Konferenz in Dublin (Juni), die Teilnahme am Wien Energie Business Run (September), die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Ludwig Boltzmann Gesellschaft „LBG Meet Science!“ (Oktober), die Weihnachtsfeier (Dezember), zwei MitarbeiterInnen-Hochzeiten und die Geburt des Institutsbabys 2010: Valentin Eugen Ferdinand.

Der Jahresbericht 2010 endet mit Informationen der Institutsleiterin, PD Dr. Claudia Wild, hinsichtlich der Strategieentwicklung zur Weiterführung des Instituts 2013+ und mit einem Ausblick für das Jahr 2011.

LBI-HTA Jahresberichte
Kontakt: Gerda Hinterreiter


Evidenzbasis für ein lernendes Gesundheitssystem. Anregungen für Versorgungs- und Public Health Forschung aus internationaler Good Practice

21.02.2011

Um die international zunehmend geführte Debatte zu Rahmenbedingungen hochwertiger Versorgungs- und Public Health Forschung zu bereichern, führte das LBI-HTA ein eigen-initiiertes Projekt zu Fragen von deren Organisation und „Governance“ durch. Im Bericht finden sich auch konkrete institutionelle Beispiele für „Good Practice“ aus den Niederlanden, Dänemark, Norwegen und England.

Transparente Prozesse bei der Priorisierung von Forschung, bei der Vergabe von Aufträgen, bei der Qualitätssicherung in der Forschungsdurchführung, bei der Kommunikation der Ergebnisse und bei der Evaluierung von deren Umsetzung sind wichtige Bausteine eines die politische Entscheidungspraxis befruchtenden Forschungssystems. Ein Vertrauensverhältnis zwischen politischen EntscheidungsträgerInnen und ForscherInnen mit intensivem Austausch entlang des ganzen Forschungsprozesses ist Voraussetzung für AnwenderInnenrelevanz. Fachliche Kompetenz der Forschungsorganisationen muss mit der Fähigkeit zu aktivem Kommunizieren mit Entscheidungs-trägerInnen und zum Netzwerkbilden in die Praxis gepaart sein. Dies kann durch institutionelle Strukturen gefördert werden. Deren Aufbau erfordert neben politischem Willen und nachhaltiger Finanzierung der kritischen institutionellen Masse auch vom Zeithorizont her einen langen Atem.

HTA-Projektbericht Nr. 48: http://eprints.hta.lbg.ac.at/908/
Kontakt: Nikolaus Patera


Auswirkungen der HTA-Forschung auf das Gesundheitswesen in Österreich. Teil 2: Ergebnisse der empirischen Erhebung

03.02.2011

Das Ziel von Health Technology Assessment (HTA) ist die Erstellung von wissenschaftlich basierten Entscheidungsgrundlagen für einen angemessenen Ressourceneinsatz im Gesundheitswesen und letztlich die Verbesserung des Gesundheitssystems bzw. der Gesundheit per se. Um die Forschungsfinanzierung zu legitimieren, die zukünftige Forschung zu priorisieren und deren Nutzen sicher zu stellen, ist zu prüfen, ob diese Ziele erreicht wurden. Der vorliegende Bericht präsentiert die Ergebnisse der empirischen Erhebung des HTA-Impacts in Österreich. Durch den Einsatz von qualitativen und quantitativen Methoden wurde der Impact in den Kategorien Wahrnehmung, Akzeptanz, Politikprozess, Entscheidung, Praxis, finale Outcomes und „Enlightenment“ analysiert. Durch die eingesetzte Kombination aus mehreren Methoden war es möglich, den Impact nicht nur innerhalb der unterschiedlichen Ebenen des Gesundheitssystems zu erfassen, sondern auch die von HTA ausgehenden Effekte abzubilden. Ein von HTA ausgehender Impact lässt sich auf allen Ebenen des Systems, bei AnwenderInnen (Mikroebene), Krankenanstaltenverbänden und Sozialversicherungen (Mesoebene) sowie in der Politik (Makroebene) verzeichnen. Es kann ein mehrdimensionaler Impact der Forschung bestätigt werden, der bei all den genannten Kategorien (z.B. Bekanntheit, Einsatz in Entscheidungsprozessen) jedoch noch ausbaufähig ist.

Teil 1: HTA-Projektbericht Nr. 37a: http://eprints.hta.lbg.ac.at/877
Teil 2: HTA-Projektbericht Nr. 37b: http://eprints.hta.lbg.ac.at/907 

Kontakt: Ingrid Zechmeister


Radiochirurgie: Gamma Knife versus adaptierter Linearbeschleuniger

06.10.2010

Die präzise, einzeitige Hochdosisbestrahlung (Radiochirurgie) wird eingesetzt, um Strukturen von wenigen Millimetern bis zu 3cm im Durchmesser zu devitalisieren. Diese beiden Applikationsformen wurden hinsichtlich klinischer Wirksamkeit (bei Gehirnmetastasen, Hirntumoren, und 6 weiteren Indikationen) und Jahreskosten miteinander verglichen. Demnach wurden 3 HTAs (Hinweise auf Gleichwertigkeit), aber keine Primärstudien identifiziert, die sich mit der Studienfrage auseinandersetzen. Eine sichere Aussage ist daher nicht möglich. Abseits davon, zeigen Studien mit niedrigem Evidenzniveau Hinweise auf Gleichwertigkeit. Aus diesen Studien und aus Expertenbefragungen zum Behandlungsablauf geht hervor, dass eine Aufteilung von Indikationen unter Nutzung der gerätespezifischen Vorteile aus Effizienzgründen Sinn machen kann. Kostenseitig halten sich beim GK: Längere Lebensdauer, geringerer Wartungsaufwand, aber ‚teure’ Quellenwechsels– und beim aLIN: Niedere Anschaffungskosten und flexiblerer Einsatz (auch extrakraniell) in etwa die Waage. Konkrete Vor-Ort-Analysen (Ausstattung, Fallzahlen, etc.) und eine kritische Prüfung der Indikationen werden empfohlen.

HTA-Projektbericht Nr. 47: http://eprints.hta.lbg.ac.at/901 
Kontakt: Stefan Mathis-Edenhofer


Anwendungsbeobachtung der Kyphoplastie und Vertebroplastie bei osteoporotischen Wirbelkörperkompressionsfrakturen

24.09.2010

Kyphoplastie (KP) und Vertebroplastie (VP) sind minimal invasive Verfahren zur Behandlung schmerzhafter Wirbelkörperkompressionsfrakturen (WKF). Ziel der Anwendungsbeobachtung war die Darstellung der langfristigen Effektivität beider Verfahren unter klinischen Alltagsbedingungen. Zusätzlich wurden Daten zur Sicherheit (z.B. neue, benachbarte WKF, Zementaustritte) der Verfahren erhoben. Die postinterventionelle Schmerzreduktion (KP: 67 vs. KP: 61 VAS-Punkte) und Funktionalitätsverbesserung (KP: 50 vs. VP: 37 Oswestry Disability Index (ODI) -Scorepunkte) konnte mit geringen Verlusten nachhaltig bis zum Ende der Beobachtungszeit nach zwei Jahren beibehalten werden. In Bezug auf die Sicherheit der Verfahren wurde festgestellt, dass zwar bei beiden Interventionen Zementaustritte passierten, jedoch keine Folgeeingriffe notwendig waren. Die Ergebnisse der Studie lassen wegen der Gruppenunterschiede, die bereits vor den Interventionen gegeben waren (z.B. Spontan- vs. traumatische Fraktur, Osteoporose, Unterschiede in ODI-Scores), keinen Vergleich zwischen KP und VP zu. Es erfolgte eine rein deskriptive Darstellung der Ergebnisse. Die Aussagekraft der Studie ist aufgrund der mangelhaften Datenqualität und dem nicht Erreichen der erwarteten Fallzahlen limitiert. Die Anwendungsbeobachtung zeigt jedoch, dass die Wirksamkeitsergebnisse beider Interventionen unter Routinebedingungen mit jenen aus anderen, nicht-randomisierten Studien vergleichbar sind.

HTA-Projektbericht Nr. 25: http://eprints.hta.lbg.ac.at/900 
Kontakt: Brigitte Piso


Evaluation diagnostischer Technologien

09.09.2010

Um diagnostische Technologien aus einer für EntscheidungsträgerInnen relevanten Sicht zu evaluieren, ist vor allem die Bewertung des damit einhergehenden Patientennutzens wichtig. Obwohl die prinzipiellen Abläufe mit denen bei Interventionen vergleichbar sind, sind bei der Bewertung von Diagnostika doch zahlreiche Besonderheiten zu beachten. Der Projektbericht befasst sich daher mit speziellen methodischen Herausforderungen, die mit der Evaluation von Diagnostika verbunden sind und beschreibt die Vorgehensweisen ausgewählter Institutionen (MSAC, IQWiG, EUnetHTA, NICE) hinsichtlich ihrer methodischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Abschließend wurde ein Fragenkatalog entwickelt, der EntscheidungsträgerInnen bei der Strukturierung der Evidenzlage zu Nutzen, Schaden und Kosten dienen soll.

HTA-Projektbericht Nr. 36: http://eprints.hta.lbg.ac.at/898
Kontakt: Anna Nachtnebel


Hyperthermie

13.07.2010

Experimentell wird Hyperthermie (fokussierte Erhitzung auf Fiebertemperatur mittels Mikrowellenstrahlung) zur Ergänzung von Strahlen- oder Chemotherapie eingesetzt. Ein umfassender Bericht im Jahr 2005 des Gemeinsamen Bundesausschusses (GB-A/ DE) identifizierte allerdings keinen Netto-Nutzen der Therapie. Ein rezenter LBI-HTA Bericht untersuchte nun, ob sich die Evidenz seit 2005 verändert hat und nun stark genug ist, um Hyperthermie für den Routineeinsatz zu empfehlen.

Das Ergebnis der Literaturrecherche besteht für die 11 analysierten Tumorarten jeweils nur aus einzelnen prospektiven kontrollierten Studien (insg. 6), wodurch die Gesamtstärke der Evidenz mittel bis niedrig ist (nach GRADE). Beim Rektumkarzinom (Lebensqualität als primäres Outcome) zeigt die eingeschlossene Studie keine Vorteile. Für die Erkrankungen Brustkrebs und „oberflächliche Tumoren“ werden Effekte bei der „lokalen Kontrolle“ berichtet, jedoch keine Überlebensvorteile. Für das Zervixkarzinom gibt es ein positives Langzeitergebnis (auch im Gesamtüberleben); eine neue Studie in dieser Indikation zeigt jedoch deutliche Nachteile einer additiven Hyperthermiebehandlung. In der Indikation Analkarzinom kann ein gewisser Effekt hinsichtlich der Vermeidung von Kolostomien gezeigt werden. In allen eingeschlossenen Studien haben PatientInnen, die zusätzlich mit Hyperthermie behandelt wurden, vergleichsweise mehr akute Nebenwirkungen, als PatientInnen mit der unveränderten Krebstherapie. Da insgesamt deutliche Wirksamkeitsnachweise fehlen und Nachteile überwiegen wird eine generelle Therapieanwendung derzeit nicht empfohlen (nur im Rahmen von klinischen Studien).

Decision Support Document Nr. 36: http://eprints.hta.lbg.ac.at/883
Kontakt: Stefan Mathis-Edenhofer


Kolonkrebsscreening. Teil 1: Screeningtests und Projektdesign

19.05.2010

Koloskopie ist – unabhängig von der Wahl des first-line Tests – Bestandteil jedes Dickdarmkrebs-Screenings. Koloskopie ist für eine Screening-Maßnahme, die sich an die gesunde Normalbevölkerung richtet, invasiv und komplikationsintensiv. Die Entdeckungsraten von Polypen und die Komplikationsraten sind stark von der/dem individuellen UntersucherIn abhängig. Für die Auswahl eines first-line Screening-Tests ist die Auswirkung auf die TeilnehmerInnenrate des Screening-Programms wichtiger als die Test-Sensitivität. CT-Koloskopie, Kapselendoskopie und neuentwickelte molekulare Tests werden in absehbarer Zeit (noch) keine Alternativen für den breiten Screening-Einsatz sein.

HTA-Projektbericht Nr. 41a: http://eprints.hta.lbg.ac.at/873
Kontakt: Nikolaus Patera


Kolonkrebsscreening. Teil 2: Gesundheitsökonomische Evaluationen und Aspekte der Kostenentwicklung

18.05.2010

Im Zusammenspiel mit dem Bericht 41a wird eine Entscheidungsunterstützung bei der Frage nach dem Aufbau eines Kolonkrebsscreenings gegeben. Dazu dient die Aufbereitung der Evidenz zu Kolonkrebsscreenings im Hinblick auf Kosteneffektivität und Kostenplanung. Vorhandene gesundheitsökonomische Evaluationen (systematische Reviews und Einzelstudien) werden zusammengefasst, zusätzlich Kostenfaktoren im Rahmen der Planung eines Kolonscreenings und deren wechselseitige Abhängigkeit beschrieben. Die Kosteneffektivitätsverhältnisse der ausgewählten Screeningstrategien (Koloskopie, flexible Sigmoidoskopie und Tests zur Identifikation von okkultem Blut im Stuhl)  erweisen sich mit etwa €10.000,- bis €20.000,- pro gewonnenem Lebensjahr auf den ersten Blick als akzeptabel im Vergleich zur Alternative „kein Screening“, unterliegen jedoch Einschränkungen, insbes. bzgl. der Annahmen zu Teilnahmeraten bzw. Sensitivität und Spezifität der Tests. Die Kostenplanung der Screenings wird zumeist in drei Phasen unterteilt. Je nach Art des Screenings sind jene Faktoren vorab genau zu bestimmen, die einen besonders starken Einfluss auf die Kostenentwicklung haben. Die Einführung eines Kolonscreenings für Menschen ab 50 mit durchschnittlichem Erkrankungsrisiko scheint auf Basis der analysierten Arbeiten unter dem Blickwinkel der Kosteneffektivität gerechtfertigt, sofern eine laufende Qualitätssicherung garantiert ist.

HTA-Projektbericht Nr. 41b: http://eprints.hta.lbg.ac.at/874
Kontakt: Philipp Radlberger


Schweregraddifferenzierung in der neurologischen und Traumarehabilitation Teil 3: Status quo in Österreich

03.05.2010

Basierend auf den vorangehenden beiden Projektteilen (Teil 1: Messinstrumente bei Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma. HTA-Projektbericht 023a; Teil 2: Internationale Erfahrungen zur Qualitäts-, Performancemessung und Vergütung. HTA-Projektbericht 023b) sollten im nun fertig gestellten dritten Teil des Projektes zur Schweregraddifferenzierung in der Neuro- und Traumarehabilitation ein Status quo zur Verwendung von diagnoseübergreifenden und –spezifischen Messinstrumenten erhoben, und laufende bzw. abgeschlossene Pilotprojekte in österreichischen Rehabilitationseinrichtungen erfasst werden (HTA-Projektbericht 023c). Zusätzlich wurden Potentiale und Grenzen von diagnoseübergreifenden Messinstrumenten erfragt. Die Erhebung mittels Fragebogen, der in elektronischer Form per Email an 20 österreichische Rehabilitationseinrichtungen verschickt wurde, verzeichnete eine Rücklaufquote von 50%. Die Ergebnisse zeigen u.a., dass die empfohlenen Messinstrumente nach den Richtlinien der Österreichischen Gesellschaft für Neuroradiologie (ÖGNR) zwar eine Vereinheitlichung in den verwendeten Messinstrumenten gebracht hat. Eine einheitliche Basisdokumentation existiert in Österreich jedoch nicht. Insgesamt ist nach wie vor eine Vielfalt an verwendeten Messinstrumenten feststellbar. Ein Interesse an Qualitätsmanagement und Institutionsvergleichen ist in Österreich anhand der existierenden Pilotprojekte erkennbar.

Publikationen:
HTA-Projektbericht 23a (Teil 1, Dez 09): http://eprints.hta.lbg.ac.at/866
HTA-Projektbericht 23b (Teil 2, Dez 09): http://eprints.hta.lbg.ac.at/867
HTA-Projektbericht 23c (Teil 3, Mai 10): http://eprints.hta.lbg.ac.at/879

Kontakt: Brigitte Piso


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Document Nr. 8 online

21.04.2010

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

April 2010:
Plerixafor (Mozobil®) für autologe Stammzelltransplantation für PatientInnen mit Lymphomen und Multiplen Myelomen


Jänner 2010:

Gefitinib (Iressa®) for the first-line treatment of non-small cell lung cancer
Trabectedin (Yondelis®) for second-line recurrent platinum-sensitive ovarian cancer


Oktober 2009:

Azacitidine (Vidaza®) for the treatment of myelodysplastic syndromes
Cetuximab (Erbitux®) in EGFR-expressing Non-Small Cell Lung Cancer
Everolimus (Afinitor®) for the treatment of advanced/metastatic kidney cancer
Rituximab (Rituxan®/MabThera®) for the first- and second-line treatment of chronic lymphocytic leukaemia
Ibritumomab tiuxetan (Zevalin®) as consolidation therapy after first remission in patients with follicular lymphoma


Kontakt:
Anna Nachtnebel, Sabine Geiger-Gritsch


Auswirkungen der HTA-Forschung in Österreich auf das Gesundheitswesen. Teil 1: Methodenübersicht – Update

19.04.2010

Ziel der Health Technology Assessment-Forschung (HTA) ist die Erstellung von wissenschaftlich-basierten Entscheidungsgrundlagen für einen angemessenen Ressourceneinsatz im Gesundheitswesen und letztlich die Verbesserung des Gesundheitssystems (Strukturen, Prozesse etc.) bzw. der Gesundheit. Um die Forschungsfinanzierung zu legitimieren sowie die zukünftige Forschung zu priorisieren und den Nutzen der Forschung sicher stellen ist zu prüfen, ob diese Ziele erreicht wurden.

Ein rezenter LBI-HTA Bericht untersucht die bestehende Literatur zur Definition und Messung von Impact. 19 relevante Artikel wurden für ein Update einer bereits bestehenden Literaturübersicht identifiziert. Die durchgeführten Studien nutzen weitestgehend bereits bekannte Methoden und Modelle aus der Sozialwissenschaft. Angaben zur Validität der eingesetzten Instrumente und Methoden fehlen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wurde ein Konzept für die Evaluierung des HTA-Impacts in Österreich entwickelt. Aufgrund der Multidimensionalität der HTA-Forschung sieht das Konzept vor, im ersten Schritt die möglichen AdressatInnen der HTA-Forschung auf der Mikro-, Meso-, und Makroebene zu verorten sowie den erwarteten direkten und indirekten Impact in den Kategorien „Wahrnehmung“, „Akzeptanz“, „Politikprozess“, „Entscheidung“, „Praxis“, „finale Outcomes“ und „Enlightenment“ zu bestimmen. Für die empirische Analyse wird auf einen Mix von in der Literatur genannten qualitativen und quantitativen Methoden zurückgegriffen, mit dem zugleich die Validität sichergestellt werden soll.

Publikation: HTA-Projektbericht Nr. 37a: http://eprints.hta.lbg.ac.at/877
Kontakt: Ingrid Zechmeister


LBI-HTA Buchneuerscheinung

08.03.2010

Wild_Piso_Zahlenspiele_klein_COVERBILD_gross.jpg


Zahlenspiele in der Medizin -
Eine kritische Analyse
Hrsg.Innen: Claudia Wild & Brigitte Piso

ORAC Verlag, März 2010
ISBN: 978-3-7015-0523-4
Erhältlich im Buchhandel und via Amazon.de
Verlagsbuchankündigung



Es ist soweit - das Buch "Zahlenspiele in der Medizin - Eine kritische Analyse" , an dem beinahe das gesamte LBI-HTA Team- unterstützt von 3 "externen" Experten- gearbeitet hat - ist nun erschienen. Anhand von sehr unterschiedlichen Themenbereichen (wie z.B. der Schweinegrippe, neuen Onkologika oder der HPV-Impfung),  die aus dem Arbeitsprogramm des LBI-HTA stammen, wird aufgezeigt, wie und wozu Zahlen in der Medizin eingesetzt werden. Die konkreten Beispiele stehen dabei stellvertretend für immer wiederkehrende Mechanismen.

"Dieses Buch will - so Claudia Wild, Institutsleiterin und Mitherausgeberin des Buchs -  bei allem Respekt vor tatsächlichen Innovationen und jenen Menschen, die sich tagtäglich für die Gesundheit der Menschheit einsetzen - kritisches Bewusstsein schaffen, dass nicht alles was 'neu und mehr' ist, zwangsläufig Fortschritt bedeuten muss".

Weiters wird versucht, einen Beitrag zur Steigerung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung (PatientInnen, aber auch MedizinerInnen und Entscheidungs-trägerInnen) zu leisten, da wir in unserer Informationsgesellschaft täglich mit Zahlen konfrontiert werden und uns jene Werkzeuge, die es uns ermöglichen, Zahlen richtig interpretieren zu können, meist noch fehlen.

"Wir sollten uns bewusst sein, wie Zahlen zu Stande kommen und wie sie zu lesen sind, um sinnvolle Aussagen treffen bzw. abgeleitete Schlussfolgerungen verstehen und kritisch hinterfragen zu können", betont Brigitte Piso, Mitherausgeberin und Ressortleiterin 'Public Health und Versorgungsforschung' am LBI-HTA.

Da der Fortschritt in der Medizin auch mit (enormen) Kosten verbunden ist, möchte das LBI-HTA mit diesem Buch Anregungen zur Diskussion über zukünftige gesellschaftliche Prioritäten und damit zu einer (Um)verteilungsdebatte geben.


Hämocomplettan® P and Fibrogammin® P bei erworbenen Fibrinogenmangelzuständen

05.02.2010

In Österreich fehlen nationale Transfusionsrichtlinien, was zu einer beträchtlichen Variabilität in der Substitution von Blutprodukten in unterschiedlichen Institutionen führt. Ziel des vorliegenden Berichtes ist, die Evidenz zur Effektivität und Sicherheit von zwei kommerziell erhältlichen Gerinnungsfaktorenkonzentraten, nämlich  Hämocomplettan® P (Fibrinogenkonzentrat) und Fibrogammin® P (Factor XIII Konzentrat), zu erheben, welche in Österreich seit 1994 beziehungsweise 2000 zugelassen sind. Die beiden Präparate werden vor allem zur Behandlung erworbener Gerinnungsfaktorenmangelzustände aufgrund unterschiedlicher Grunderkrankungen eingesetzt und zeigen einen seit Jahren steigenden Verbrauch - und damit assoziierte steigende Kosten – trotz fehlender beziehungsweise mangelhafter Evidenz zu deren Wirksamkeit und Sicherheit. Zusätzlich wird vermehrt die ROTEM® Rotationsthrom-belastometrie, eine neu entwickelte, nicht validierte Methode, angewandt, um den Fibrinogenspiegel und die Gerinnselfestigkeit abzuschätzen und so die Transfusion von Blutprodukten zu leiten. Zusammenfassend sind die Forderung einer detaillierten Dokumentation der Verwendung von Hämocomplettan® P and Fibrogammin® P sowie die Entwicklung evidenzbasierter, nationaler Transfusionsrichtlinien von größter Wichtigkeit, um der unsachgemäße Substitution von Blutprodukten in Österreich vorzubeugen.


HTA-Projektbericht Nr. 39: http://eprints.hta.lbg.ac.at/870
Kontakt: Marisa Warmuth


Horizon Scanning in der Onkologie: Decision Support Documents Nr. 6-7 online

01.02.2010

Im Rahmen des Projekts Horizon Scanning in der Onkologie werden in regelmässigen Abständen Assessments zu neuen Onkologika verfasst, für die bedeutende finanzielle und/oder therapeutische Konsequenzen vermutet werden und als Entscheidungsgrundlage für Kostenträger dienen.

Neue Publikationsreihe ab Oktober 2009 (Englisch):

Nr 1 Azacitidine (Vidaza®) for the treatment of myelodysplastic syndromes  
Nr 2Cetuximab (Erbitux®) in EGFR-expressing Non-Small Cell Lung Cancer
Nr 3Everolimus (Afinitor®) for the treatment of advanced/metastatic kidney cancer
Nr 4Rituximab (Rituxan®/MabThera®) for the first- and second-line treatment of chronic lymphocytic leukaemia 
Nr 5 Ibritumomab tiuxetan (Zevalin®) as consolidation therapy after first remission in patients with follicular lymphoma

Jänner 2010:

Nr 6 Gefitinib (Iressa®) for the first-line treatment of non-small cell lung cancer
Nr 7Trabectedin (Yondelis®) for second-line recurrent platinum-sensitive ovarian cancer


Kontakt
: Anna Nachtnebel, Sabine Geiger-Gritsch


Beschaffungsprozesse ausgewählter Produktgruppen in Krankenanstalten - Orthopädische und kardiologische Implantate

11.01.2010

Der zunehmende Kostendruck, bedingt durch den demographischen Wandel der Gesellschaft und neue innovative Entwicklungen, macht auch vor österreichischen Krankenanstalten nicht halt. Es gilt die vorhandenen Ressourcen sowohl human als auch ökonomisch effizient einzusetzen. Die Produktgruppe der Implantate stellt hierbei eine besondere Herausforderung an das Beschaffungsmanagement dar. Die hier vorliegende Arbeit präsentiert einen Querschnitt durch die Beschaffungsmodalitäten orthopädischer und kardiologischer Implantate in österreichischen Krankenanstalten. Darüber hinaus werden einzelne Aspekte des Beschaffungsvorganges, die eng mit dem Gesamtkonzept eines effizienten Beschaffungsvorganges verknüpft sind, beleuchtet. Die verwendeten Methoden waren zum einen eine Literaturrecherche zu dem Thema Beschaffung von Implantaten und in weiterer Folge leitfadengestützte ExpertInneninterviews. Die befragten Experten der Wirtschafts- und Einkaufsabteilungen ausgewählter Organisationen wurden zu den Bereichen Organisation, Produktauswahl und Einkaufsstrategien befragt. Die Ergebnisse der Befragungen zeigen, dass sich die Einkaufsstrukturen in österreichischen Krankenanstalten gerade in einer Phase der Weiterentwicklung befinden. Man kann jedoch nicht von einer homogenen Strategie sprechen, die in allen befragten Krankenanstalten angewandt wird. Meist werden historisch gewachsene Organisationsabläufe nur langsam adaptiert und damit ist das mögliche Optimierungspotential noch lange nicht ausgeschöpft. Bereits durch EU-weite Ausschreibungsverfahren wären Preisreduktionen bei Implantaten im zweistelligen Prozentbereich zu erwarten.

HTA-Projektbericht Nr. 38: http://eprints.hta.lbg.ac.at/864
Kontakt: Bernhard Fleischner

Status quo Mammographie-Screening. Evaluationsergebnisse organisierter Programme

15.12.2009

Intention des vorliegenden Berichts ist es, mit einer Übersicht über Evaluationsergebnisse bestehender organisierter Mammographie-Screening Programme eine Grundlage für Qualitätssicherung und Benchmarking neuer Programme zu geben. Im Internet wurde nach publizierten Evaluationsberichten organisierter Programme in englischer oder deutscher Sprache gesucht. Sieben Evaluationsergebnisse wurden dargestellt und vergleichend analysiert: D, Aus, Ire, Ita, Kan, NZ, UK.

Erfolgreich sind alle betrachteten Programme bei der Entdeckung kleiner invasiver Karzinome. Die vom jeweiligen Programm selbst gesteckten Ziele zur Teilnahmerate werden – außer vom englischen und irischen – deutlich verfehlt. Die vom Screening-Programm unabhängige Information der eingeladenen Frauen vor einer Entscheidung über Nichtteilnahme oder Teilnahme am Screening ist in der Praxis nicht gewährleistet. Die Evaluierung der Screening-Programme erfolgt kaum unabhängig von BetreiberInnen und KostenträgerInnen. In beiden Bereichen besteht Handlungsbedarf.

HTA-Projektbericht Nr. 35: http://eprints.hta.lbg.ac.at/863
Kontakt: Nikolaus Patera


Autologe Chondrozyten Implantation

13.12.2009

Erstmals 1987 erwähnt, wird (M)ACI als Therapie von osteo-chondralen Läsionen weltweit eingesetzt. Als junge Therapieform wird die klinische Wirksamkeit jedoch aufgrund fehlender kontrollierter klinischer Studien und Langzeit Follow-Ups hinterfragt und dementsprechend in nur wenigen Ländern – außerhalb von Forschungsprojekten - refundiert.

Die Wirksamkeitsanalyse basiert auf 9 vergleichenden klinische Studien und 6 systematischen Reviews. Die klinischen Studien untersuchten insg. 566 PatientInnen in den Gruppen Mosaicplasty vs. ACI, Microfracture vs. ACI, und ACI vs. ACI. Die Ergebnisse zeigen große Konsistenz und bestäti-gen frühere systematische Übersichtsarbeiten. (M)ACI ist anderen – etablier-ten - Intervention gegenüber in der Behandlung osteochondralen Läsionen nicht überlegen. Die Kurzzeit (12 Monate) bis max. mittelfristigen (5 Jahre) Resultate – an hochselektiven sportiven PatientInnen - waren in allen analy-sierten Gruppen gleichwertig. Gleichzeitig ist (M)ACI deutlich teurer.  (M)ACI ist weiterhin als experimentelle Intervention – trotz weltweiter Verbreitung – anzusehen. Die Risken kultivierter Chondrozyten sind nicht zu unterschät-zen.

Decision Support Document Nr. 34: http://eprints.hta.lbg.ac.at/865
Kontakt: Claudia Wild


Neue Influenza (Schweinegrippe) – Daten & Fakten zur Entscheidungsunterstützung

02.09.2009

Entscheidungen für weitreichende Public-Health-Maßnahmen müssen – da sie zum einen viele, auch gesunde Menschen betreffen, zum anderen aber auch beträchtliche öffentliche Ressourcen binden, die andernorts dann nicht zur Verfügung stehen – auf Basis von lobbyfreier umfassender Informationsbeschaffung getroffen werden. Aus aktuellem Anlass – der Angst vor der sommerlichen Schweinegrippe - liefert das LBI für HTA Schlüsselinformationen, Daten und Fakten zur „Neuen Influenza“, um ebensolche objektive Entscheidungsunterstützung für eine nationale Pandemieplanung zu geben.

Das Ausmaß der Verbreitung der „Neuen Grippe“ ist nach der World Health Organization/WHO auf 6 (von 8) und nach dem Center for Disease Control/ CDC auf 2 (von 5) eingestuft. Die WHO-Einstufung ist ein Phasenmodell und bezieht sich auf die globale Ausbreitung des Virus. Die CDC-Kategorien orientieren sich hingegen an dem Pandemie-Schweregrad (PSI: Pandemic Severity Index), der nach der Letalität (Anzahl der Todesfälle pro Anzahl der Erkrankungsfälle) gemessen wird. Die alljährliche saisonale Influenza verursacht bis zu  1 Todesfall pro 1000 Erkrankte (0,10%), das entspricht einem PSI von 1. Die „Neue Grippe“ weist gegenwärtig in dem in Europa am stärksten betroffenen Land (Großbritannien) eine Letalität von 0,14 % auf (PSI 2 = 0,11-0,5%). Aufgrund der vielen, milden und „inapparenten“ Verläufe der „Neuen Grippe“ kann das tatsächliche Ausmaß der Verbreitung UNTERschätzt und damit die tatsächliche Sterberate aber ÜBERschätzt werden.

Decision Support Document Nr. 35: http://eprints.hta.lbg.ac.at/845
Kontakt: Claudia Wild


Evaluierungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

01.09.2009

Steigende Anforderungen an Qualitätsüberprüfungen von medizinischen und therapeutischen Behandlungsprozessen bilden den Ausgangspunkt für diese Literaturübersicht, die sich mit Evaluierungsansätzen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie beschäftigt. Die Relevanz dieses Themas gestaltet sich zum einen vor dem Hintergrund einer relativ geringen Studienanzahl, zum anderen in der gesellschaftlichen Bedeutung, die sich aus der Behandlung und Betreuung von psychisch beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ergibt. Letzteres ist v.a. eng mit der Absicht verknüpft, bestimmte psychische Störungen im Erwachsenenalter mit adäquaten Therapieprogrammen zu verhindern bzw. abzufedern. Evaluierungen in diesem Bereich dienen daher einer längerfristigen Qualitätssicherung von nachhaltigen Therapieanwendungen.

Prinzipiell stehen bei der vorliegenden Analyse „Gesamtbewertungen“ von Therapien und keine störungsspezifischen Behandlungen von Kindern und Jugendlichen im Zentrum. Davon ausgehend fokussiert der Bericht auf Dimensionen, Indikatoren und Instrumente, die international zur Bewertung von Therapieprogrammen dokumentiert und verwendet wurden. Der „Behandlungserfolg“, die „Behandlungszufriedenheit“ und Fragen zur „Lebensqualität“ stellen dabei zentrale Bewertungsaspekte dar. Die „klinische Symptomatik“ steht im Mittelpunkt für die Bestimmung und das Ausmaß des Behandlungserfolgs. Indikatoren für die Behandlungszufriedenheit und die Lebensqualität werden anhand von Qualitätsmessungen zum Behandlungsverlauf bzw. der Kooperations- und Kommunikationskultur seitens der involvierten AkteurInnen (PatientInnen; Eltern und TherapeutInnen) erhoben. Die Durchsicht an empirischen Instrumenten zur Dimensions- und Indikatorenmessung ergab eine Vielzahl an gängigen Tools, die im Bericht eine detaillierte Darstellung finden. Gesundheitsökonomische Evaluierungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden in einem gesonderten LBI für HTA Bericht dargestellt.

HTA- Projektbericht Nr. 27: http://eprints.hta.lbg.ac.at/846
Kontakt: Roman Winkler
 


Evidenzgestützte Versorgungsplanung

31.08.2009

Versorgungsplanung hat Aspekte der Nachfrage und des Angebots, aber auch gesellschaftliche und soziale Aspekte zu berücksichtigen. Intention dieser Arbeit war, Möglichkeiten aufzuzeigen, um entsprechende wissenschaftliche Unterstützung und Evidenzbasierung im Planungsprozess zu stärken. So erfolgte zunächst die Eingrenzung der Fragestellung, um eine Literaturrecherche mit anschließender Auswahl jener Publikationen vorzunehmen, die praktizierte Planungsmethoden und deren Einsatz detailliert beschreiben. Der deskriptiven Darstellung von fünf Planungsmethoden, und dessen vergleichenden Analyse, folgte die Diskussion der wesentlichen Planungsschritte in den Planungsanleitungen und des Potenzials der „Evidenzbasierung in der Planung“.  Die Analyse der Methoden zeigte v.a. Kernelemente des Planungsprozesses und Potenziale für verstärkte Evidenzbasierung. Jedoch setzt eine wissenschaftliche Reflexion von Versorgungsplanungs-methoden Transparenz voraus. Durch die, in dieser Arbeit identifizierten Kernelemente der Planung und Möglichkeiten der Evidenzbasierung können eigene Planungen analysiert und ggf. optimiert werden. Eine evidenzbasierte Vorgehensweise ist zu empfehlen; die Verwendung von Health Technology Assessment/ HTA bietet sich somit zur Feststellung des objektiven Bedarfes (durch die Bewertung des Netto-Nutzens), aber auch für andere Teilfragestellungen im Planungsprozess, an. 

HTA- Projektbericht Nr. 21: http://eprints.hta.lbg.ac.at/843
Kontakt: Stefan Mathis


Schlaganfallmanagement mittels Telemedizin

31.08.2009

In den industrialisierten Ländern zählt Schlaganfall zur dritthäufigsten Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Ein akuter Schlaganfall benötigt ein rasches Verfahren und eine präzise Diagnose („time is brain“) um Langzeitbehinderungen zu mindern. Die putativen Vorteile von Telemedizin sind zum einen die verbesserte Qualität des Schlaganfallmanagements und zum anderen die erhörte Rate von intravenösen Thrombolysen. Die Zielsetzung dieses Berichts ist die Synthese von (publizierten) Erfahrungsberichten zur Realisierbarkeit, Akzeptanz und Zuverlässigkeit und Ergebnismessung von telemedi-zinischen Methoden im akuten Schlaganfallmanagement, ebenso wie von Tele-Rehabilitationsinterventionen im Rahmen des Schlaganfall-managements. Telemedizinische Interventionen können das Wissen und die Expertise von spezialisierten Schlaganfallzentren zu regionalen neurologisch unterversorgten Regionen verbreiten. Effektive Behandlungs-therapien wie intravenöse tPA können häufiger eingesetzt werden, was eine bessere Gesundheitsprognose für die PatientInnen bedeutet.

Ökonomische Studien zu Telestroke-Interventionen sind rar. Eine Schlussfolgerung bezüglich Tele-Rehabilitationsinterventionen ist schwer zu ziehen, da die Anzahl der inkludierten Studien zu gering ist. Die Tendenz weist jedoch eine verbesserte Gesundheit für pflegende Angehörige sowie PatientInnen auf. Die fehlende Ressourcendarstellung sowie der Mangel an standardisierten Qualitätsindikatoren, Abläufen, und Outcomeparameter macht es schwierig verschiedene Programmen zu vergleichen und ein „best practise“ Model zu identifizieren. Eine Standardisierung der Ergebnis-messung ist wünschenswert, um die klinischen und ökonomischen Aspekte von Telestroke- Interventionen genauer analysieren zu können. Für die Evaluation von Telestroke Programmen werden Qualitätsindikatoren empfohlen.

HTA- Projektbericht Nr. 29: http://eprints.hta.lbg.ac.at/844
Kontakt: Tim Johansson


Bewertung medizinischer Einzelleistungen (MEL) 2009

15.07.2009

Alljährlich werden beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zahlreiche neue medizinische Interventionen für die Einzelleistungsrefundierung vorgeschlagen. Aufgabe und Ziel ist die systematische Beurteilung der Effektivität und Sicherheit von Interventionen, die für die – bis Dezember 2009 - Aufnahme in den MEL (Medizinische Einzelleistungen)- Katalog 2010 vorgeschlagen werden. Die Themen werden vom BMG priorisiert oder im Fall bestehender Leistungen von Landesfonds (Stmk) in Auftrag gegeben. Die Beurteilung erfolgt auf Basis von systematischen Reviews, die für jede Intervention erarbeitet werden, und einer Darstellung der Evidenz nach dem GRADE-Schema.

Erstmalig gab es 2009 eine Kooperation mit dem deutschen, vom MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen) durchgeführten NUB (Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden) Verfahren, das zeitgleich ebenfalls mit derselben Methode für beiden Länder relevante, d.h. in beiden Ländern eingereichte, neue medizinische Methoden beurteilt.

9 MEL- Interventionen 2009:

1. Chemonukleolyse und intradiskale Elektrotherapie (IDET)
Beide Verfahren sind minimal-invasive Interventionen zur Behandlung von diskogenen Schmerzen. Bei der Chemonukleolyse wird eine lytische oder quelldruckmindernde Substanz in den Nucleus pulposus der betroffenen Bandscheibe injiziert. Bei der IDET wird die betroffene Bandscheibe mittels einer Thermospirale auf bis zu 90°C erhitzt. Die O2O3-Chemonukleolyse scheint mindestens so wirksam wie alternative Interventionen zu sein. Die Durchführung Placebo-kontrollierter Studien wäre wünschenswert. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit der IDET sind widersprüchlich.
DSD 21a verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/828


Mehr

Entscheidungshilfe zur HPV-Impfung online

15.06.2009

Das LBI-HTA erhielt von einer deutschen Krankenkasse den Auftrag, eine interessensunabhängige, evidenz-basierte online Informationsgrundlage über Nutzen und Risken der HPV-Impfung, sowie über Vor- und Nachteile des Screenings für die Zielgruppe (junge Mädchen und deren Eltern) zu erarbeiten. Die HPV-relevanten Inhalte sollten möglichst vollständig in der zu entwickelnden Entscheidungshilfe vertreten sein. Das interaktive Medium ermöglicht das Arbeiten mit mehreren Ebenen, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Schlussendlich wurden zwei Informationsteile „Erkrankung“ und „Impfung“ mit je 8 „Hauptseiten“ und bis zu 26 „Zusatzseiten“ erstellt. In der anschließenden Zusammenfassung können die einzelnen Punkte individuell („spricht dafür/ dagegen oder hat keinen Einfluss“) bewertet werden. Als Ergebnis werden die jeweiligen Pros und Contras gelistet wobei nicht die Anzahl der jeweiligen Argumente, sondern deren Wichtigkeit letztendlich ausschlaggebend sein sollen. Eine Entscheidungshilfe kann und soll die Beratung des Individuums mit Professionalisten oder anderen die Entscheidung beeinflussenden Personen nicht ersetzen, aber (hoffentlich) einen Beitrag zum „shared decision making“ leisten.

Online verfügbar unter: www.aok.de/hpv-entscheidungshilfe oder www.hpv-entscheidungshilfe.de
Kontakt: Brigitte Piso 


Mutter-Kind-Pass - Ein internationaler Vergleich zu den Untersuchungen an schwangeren Frauen

08.06.2009

Zur gesundheitlichen Vorsorge von Schwangeren und Kleinkindern wurde in den 1970er Jahren der Mutter-Kind-Pass eingeführt. Seither wurden die Art und Anzahl der Untersuchungen beständig erweitert. Medizinische Entwicklungen und neue wissenschaftliche Evidenz erfordern eine kontinuierliche Anpassung, die mitunter auch bedeutet, einzelne Leistungen durch andere zu ersetzen.

Ziel dieses Berichts war es, die MK- Pass- Untersuchungen an der schwangeren Frau, insbesondere jene, die für die Früherkennung von Vorerkrankungen der Mutter Aufschluss geben, darzustellen und diese den staatlichen Programmen anderer Länder gegenüberzustellen. Es zeigte sich, dass die medizinische Betreuung während der Schwangerschaft international sehr heterogen gestaltet ist. Die Art und Anzahl der Untersuchungen basiert nur teilweise auf gesicherter Evidenz. Die in Österreich durchgeführte internistische Untersuchung wird in keinem der verglichenen Länder explizit als solche angeboten. Sie wird auch in den Übersichtsarbeiten als solche nicht thematisiert. Es ist daher offen, welche zusätzlichen Risikofaktoren oder Krankheiten erkannt werden, die nicht ohnehin über eine ausführliche Anamnese und ein anschließend kontinuierliches, geburtshilfliches Betreuungsverhältnis entdeckt werden.

Decision Support Document Nr. 33: http://eprints.hta.lbg.ac.at/826
Kontakt: Ingrid Zechmeister


Medikamentöse Wehenhemmung bei drohender Frühgeburt

03.06.2009

Die Frühgeburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche ist mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität für die Neugeborenen verbunden, die häufigsten Ursachen vorzeitiger Wehentätigkeit sind aufsteigende Infektion, Pathologien von Gebärmutter und Mutterkuchen sowie in fetale Ursachen wie beispielsweise Fehlbildungen. Mittels medikamentöser Wehenhemmung (Tokolyse) können diese Ursachen der drohenden Frühgeburt nicht behoben werden, in den meisten Fällen kann die Geburt lediglich hinausgezögert werden.

Die in Österreich zur Tokolyse verwendeten Medikamente sind das Betamimetikum Hexoprenalin, welches kostengünstig ist, aber häufig v.a. kardiovaskuläre Nebenwirkungen verursacht, sowie  der Oxytocin-Rezeptorenblocker Atosiban, der zwar nebenwirkungsärmer, aber dafür kostenintensiver ist. Das Ziel des vorliegenden systematischen Reviews war es,  (1) bestehende evidenzbasierte Leitlinienempfehlungen zur Behandlung der drohenden Frühgeburt, (2) bestehenden Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit, sowie (3) gesundheitsökonomische Evaluationen der in Österreich zugelassenen Tokolytika zusammen zu fassen.

HTA-Projektbericht Nr. 30: http://eprints.hta.lbg.ac.at/825
Kontakt: Philipp Mad


Risiko und Nutzen von Folsäure-Anreicherung im Mehl in Österreich

01.06.2009

Folsäure, ein wasserlösliches B-Vitamin, ist besonders bei Frauen im gebärfähigen Alter von großer Bedeutung: Folsäure spielt eine Schlüsselrolle bei Stoffwechselvorgängen, in erster Linie bei der Zellerneuerung und dem Zellwachstum. Ein Mangel an Folsäure in der Frühschwangerschaft kann Missbildungen der Wirbelsäule, sog. Neuralrohrdefekte zur Folge haben. Altersabhängig benötigen Jugendliche und Erwachsene täglich etwa 400 Mikrogramm, schwangere und stillende Frauen 600 Mikrogramm Folat-Äquivalent. Im deutschen Sprachgebiet ist mit 1 Neuronalrohrdefekt auf 1000 Geburten zu rechnen, das Wiederholungsrisiko liegt bei 3%, nach zweimaligem Auftreten bei 10%. Weltweit sind jährlich etwa 300.000 bis 400.000 Kinder betroffen, in Österreich sind es 60 bis 64. Neuralrohrdefekte treten jedoch regional sehr unterschiedlich auf, die Reduktion ihres Auftretens durch zusätzliche perikonzeptionelle Folsäuregabe ist durch Studien belegt.

Ziel des systematischen Reviews war es, den letzten Stand des Wissens zu Nutzen und Risken, Wirksamkeit und Sicherheit von Folsäureanreicherung (z.b. von Mehl) aufzubereiten. Untersucht wurde die Wirksamkeit von Folsäuresupplementierung und –anreicherung zur Verringerung von Neuralrohrdefekten und anderen Fehlbildungen, zum Effekt auf den Folatstatus im Serum, zum Risiko von Aborten und Zwillingsschwangerschaften, zur Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen, Brustkrebs und kolorektalem Karzinom, und die Sicherheit in Hinblick auf eine Maskierung eines Vitamin-B12-Mangels und bei Antiepileptika-Therapie.

HTA- Projektbericht Nr. 20: http://eprints.hta.lbg.ac.at/847
Kontakt: Claudia Wild


Jahresbericht 2008

15.03.2009

Das Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment legt nun den dritten Jahresbericht vor. Inhaltliche Schwerpunkte sind neben der Vorstellung des Instituts im Hinblick auf Budget, Partner, Gremien, Personal (Personalentwicklung) und Infrastruktur, auch die Erläuterung aller, im Jahr 2008 abgeschlossen und begonnen Forschungsprojekte. Darüber hinaus wird über Publikationen der Teammitglieder, deren Teilnahme an wissenschaftlichen Tagungen, Fortbildungsveranstaltungen sowie über nationale und internationale wissenschaftliche Kooperationen berichtet.

Highlights und Herausforderungen des vergangenen Jahres waren u.a. die intensive Personalaufstockung (von 10 auf 16 MitarbeiterInnen), die verstärkte Tätigkeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Öffentlichkeit, der Website und Presseberichterstattung, das Projekt „EUnetHTA“ und die Vorbereitung für dessen Weiterführung 2009+, der Beginn einer Kooperation (MEL-NUB) mit dem Medizinischen Dienst der Spitzenverbände (DE) und die Stärkung der Vernetzung mit den bereits bestehenden nationalen Kooperationspartnern, UMIT* und DUK**.
Mit einem Ausblick der Institutsleiterin, Dr. Claudia Wild, in das Jahr 2009 und deren Schwerpunkte sowie die bevorstehende Evaluierung des Instituts, wird dieser dritte Jahresbericht des LBI für HTA abgeschlossen.

LBI-HTA Jahresberichte

* Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik; Institut für Public Health, Medical Decision Making und HTA (Hall in Tirol)
** Donau Universität Krems; Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie


Bedingte Erstattungen - Erfahrungen aus ausgewählten Ländern

02.02.2009

Um vorhandene, limitierte Ressourcen möglichst zielgerichtet einzusetzen, sollten wissenschaftliche Studien die Grundlage für Entscheidungen über Kostenerstattung von Gesundheitstechnologien bilden. Politische EntscheidungsträgerInnen sehen sich aber oft mit dem Problem konfrontiert, dass die Anwendung der Ergebnisse auf den klinischen Alltag begrenzt möglich ist, oder, dass hochwertige Studien zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung noch nicht vorliegen. Mögliche Konsequenzen von mit Unsicherheiten verbundenen Entscheidungen sind hohe Opportunitätskosten im Sinne von Verschwendung knapper Ressourcen oder erhöhte Risiken für PatientInnen.  Das Konzept von Bedingter Erstattung wird bereits in den USA, England und Australien verwendet. Trotz unterschiedlichen Begriffen ist das zugrundeliegende Prinzip ident: Kostenerstattung von Technologien wird mit der Bedingung nach weiterer Evidenzgenerierung verbunden. Mit der Möglichkeit Einfluss auf Studien zu nehmen, können EntscheidungsträgerInnen speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Informationen erheben, ohne dabei den Zugang zu erfolgversprechenden Technologien verweigern zu müssen.

Schlussfolgerungen des HTA-Berichts sind: Obwohl Bedingte Erstattung in den USA, England und Australien teilweise unterschiedlich gebraucht wird, dürften doch einige gemeinsame Faktoren über die erfolgreiche Anwendung dieses Steuerungsinstruments bestimmen: geeignete Technologien und Studiendesigns sollten unter Einbeziehung aller Beteiligten – allen voran PatientInnen, Industrie und EntscheidungsträgerInnen, im Rahmen von klar definierten Abläufen identifiziert werden. Sollte darüber hinaus die Finanzierung von weiteren Studien gesichert sein, stellt Bedingte Erstattung zweifellos eine wertvolle Bereicherung im Entscheidungsprozess über Kostenerstattung dar.

HTA -Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/818/
Kontakt: Anna Nachtnebel


Klavikulafrakturen - Ein systematischer Review zu Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener Therapiekonzepte

27.01.2009

Die Klavikula (Schlüsselbein)-fraktur ist mit einem Anteil von 10-15% beim Erwachsenen und 20-25% beim Kind eine häufig anzutreffende Bruchverletzung, die in der Regel jedoch als unproblematische Fraktur betrachtet wird. Die Inzidenz beträgt 30-60 Frakturen pro 100.000 EinwohnerInnen und Jahr mit steigender Tendenz. Therapeutische Ziele bei der Behandlung der Klavikulafraktur sind eine Wiederherstellung der normalen Anatomie, die Schmerzminderung und eine schnellstmögliche Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten. Die Standardbehandlung ist konservativ (nicht-operativ) und besteht aus einer Immobilisation durch Anlage eines Rucksackverbands oder einer Armschlinge. Als operative Behandlungsmöglichkeiten stehen die Plattenosteosynthese (Annäherung der beiden Bruchenden der Knochen durch eine aufgeschraubte Metallplatte) und verschiedene Techniken der intramedullären Stabilisierung (Verwendung von Draht, Platten, Schrauben und Nägeln) zur Verfügung.

Ziel dieses HTA-Berichts war es, die Wirksamkeit und Sicherheit für die verschiedenen Therapiekonzepte bei Klavikulafrakturen in Abhängigkeit von Frakturtyp und sonstigen Parametern zu erarbeiten. Dafür wurde nach systematischen Reviews und kontrollierten Studien, die im Zeitraum 1998-2008 publiziert wurden, gesucht.

Das HTA präsentiert Algorithmen, die sich aus der vorliegenden Evidenz ableiten lassen und in der klinischen Arbeit Hilfestellung bei der Therapieentscheidung geben könnten. Weiters wird auf laufende hochqualitative Studien hingewiesen, deren Ergebnisse einen wichtigen Einfluss auf die neuerliche Bewertung der verschiedenen Verfahren haben dürften.

Projektbericht verfügbar unter http://eprints.hta.lbg.ac.at/816
Kontakt: Rosemarie Felder-Puig


Aktualisierung von Leistungskatalogen. Eine vergleichende Analyse von Refundierungsprozessen für ärztliche Leistungen in ausgewählten Ländern

19.12.2008

Entscheidungen über Aufnahme oder Nicht-Aufnahme von neuen medizinischen Interventionen/Technologien in den Leistungskatalog werden angesichts eines ständig wachsenden Angebots an Gesundheitstechnologien und zunehmender finanzieller Engpässe zu einem wichtigen Allokationsinstrument. Gleichzeitig beeinflussen Refundierungsentscheidungen aber auch die Weiterentwicklung von Technologien. In Österreich wird an einem einheitlichen Katalog für ambulante ärztliche Leistungen gearbeitet, für dessen Wartung und Weiterentwicklung ein konsistenter Prozess entwickelt werden soll. In diesem Kontext interessieren internationale Beispiele von Refundierungsprozessen und ihre Qualitätsmerkmale, um daraus Erfolgsfaktoren für ein österreichisches Modell ableiten zu können. Bestehende Antragsprozesse für ärztliche Leistungen wurden durch Handsuche im Internet recherchiert, Primär- und Sekundärliteratur in Datenbanken, ergänzt durch eine systematische Literatursuche und ExpertInnengespräche. Auswahlkriterien für Länder und Antragsprozesse waren die Möglichkeit der externen Beantragung einer ärztlichen Leistung zur Katalogaufnahme und das Vorliegen englischer, deutscher oder französischer Unterlagen. Analyse und Kategorisierung erfolgte nach Schwerpunkten in Informationsbereichen (entsprechend dem Core-HTA-Modell von EUnetHTA ) sowie nach Prozessphasen.

Analysen wurden zu folgenden Ländern durchgeführt:
Australien (MSAC Application), Dänemark (miniHTA), Spanien (GANT), England (STA/Single Technology Appraisal), Deutschland (G-BA, KBV-Innovationsservice), Frankreich (HAS Antrag für Prozeduren), Schweiz (BAG Antrag Medizinische Leistungen) und Österreich (MEL, Antrag OÖGKK). Aus den identifizierten und beschriebenen 8 Beispiel-Ländern wurden die mit Österreich am ehesten vergleichbaren Gesundheitssysteme Deutschland, Frankreich und Schweiz ausgewählt und deren Refundierungsprozesse gemeinsam mit dem österreichischen Arzneimittel-Refundierungsprozess nach Prozessphasen (Themenauswahl, Assessment, Handlungsempfehlung, Entscheidung und Umsetzung) und -aspekten (Strukturen, Entscheidungskriterien,  Umgang mit Evidenz, Stakeholderbeteiligung, Veröffentlichung, etc.) analysiert.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/817
Kontakt: Elisabeth Breyer


Enzymersatztherapie bei lysosomalen Speicherkrankheiten

23.11.2008

Unter lysosomalen Speicherkrankheiten (Lysosomal Storage Disease: LSD) versteht man mehr als 40 verschiedene, genetisch bedingte Stoffwechselanomalien, von denen jede ein mehr oder weniger einzigartiges Krankheitsspektrum aufweist. Durch deren sehr niedrige Prävalenz (kumulative Prävalenz der LSD – 1:8000) gehören sie der Gruppe der „seltenen Krankheiten“ an.

Die bisherigen Therapiemöglichkeiten für LSD-PatientInnen beschränkten sich hauptsächlich auf Symptombehandlungs- und Palliativtherapie. Seit wenigen Jahren gibt es nun die Enzymersatztherapie bei der den PatientInnen mittels Infusion gentechnisch erzeugte (rekombinante) Enzyme zugeführt werden. Durch die niedrige Anzahl an PatientInnen ist die Forschung und Entwicklung von Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten der LSD sehr aufwändig und teuer, was wiederum die Preise der ERT- Arzneimittel erhöht. Nicht zu Letzt deshalb ist man bemüht, Behandlungsrichtlinien über den Start, das Krankheitsmanagement und auch das Beenden der ERT zu erstellen. Dieser Prozess ist allerdings noch nicht ausgereift. Die zwei Kernpunkte im Bereich der Behandlung von LSD sind also Komplexität durch Einzigartigkeit jeder LSD und deren Verlauf, die niedrige Prävalenz und dadurch die Schwierigkeit, umfassende klinische Studien durchzuführen. In den letzten Jahren wurden auf europäischer Ebene von der Industrie gesponserte und mitgestaltete, Krankheitsregister (MPS I registry, HOS, Fabry registry, FOS, Gaucher registry und Pompe registry) aufgebaut, deren Ziel es ist, eine Kommunikation- und Informationsplattform für MedizinerInnen mit LSD-PatientInnen einzurichten.

Ziel des vorliegenden Assessments war es, einen Überblick über die mit Enzymersatztherapie behandelbaren LSD zu geben, sowie Richtlinien für Diagnose, Therapie und Kranheitsmanagement darzustellen.

Decision Support Document verfügbar unter http://eprints.hta.lbg.ac.at/812/
Kontakt: Claudia Wild


Ökonomische Aspekte einer effektiven und effizienten alkoholtherapeutischen Versorgung - Teil 1: Internationale Versorgungsmodelle und Ansätze für Ergebnismessung

22.11.2008

Im Bereich der Therapie von suchtkranken Menschen ist es häufig problematisch, einheitliche Behandlungsabläufe festzulegen, zumal sich die PatientInnen in Ausmaß und Art der Sucht sowie in Bezug auf Motivation, Therapieadhärenz, soziales Umfeld stark voneinander unterscheiden. Hinzu kommt, dass auch eine Gruppenzuordnung nach den jeweiligen Charakteristika nicht immer eindeutig möglich ist. Verschiedene Länder und deren Einrichtungen versuchen auf unterschiedliche Art und Weise mit dieser Problematik umzugehen. Noch scheint nicht klar, ob und wie weit Versuche regionaler oder nationaler Vereinheitlichung der Therapieansätze möglich bzw. zielführend sind. Als weitgehend etabliert gelten eine kleine Anzahl von medikamentösen Therapiealternativen sowie psychotherapeutische Betreuung in unterschiedlichem Ausmaß. Darüber hinaus existiert eine Vielzahl an Therapieansätzen, die sowohl im Hinblick auf ihre Effizienz als auch auf ihre Wirksamkeit noch Unklarheiten beinhalten. Die Konzeption einer konsistenten Behandlungsstrategie stellt daher aus medizinischer und ökonomischer Sicht eine enorme Herausforderung dar.

Mit der Methode des systematischen Reviews und Literatur- und Datenanalysen erfolgte eine Gegenüberstellung der Versorgungspraxis im Bundesland Salzburg mit internationalen Ansätzen bzw. realen Planungen von Therapieeinrichtungen, sowie eine Erhebung und Auswertung der international verfügbaren Evidenz bezüglich der Organisation und der Kosteneffektivität von Therapiemodellen für alkoholkranke Menschen.

Projektbericht (Teil 1) verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/813/
Kontact: Philipp Radlberger


Statine: Prognostizierte und tatsächliche Auswirkungen auf kardiovaskuläre Erkrankungen in Österreich (Teil 2 + 3)

21.10.2008

Statine (cholesterinsenkende Medikamente) werden seit den 1990er Jahren in markant zunehmender Menge zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt. Im Auftrag des Hauptverbands der Österreichischen Sozialversicherungsträger wurde im Rahmen eines Projektes untersucht, welche Gesundheitseffekte in Österreich laut klinischen Studien in der Sekundärprävention bisher zu erwarten waren und ob diese tatsächlich eingetreten sind. Zudem wurde evaluiert, welches Kosten-Nutzwertverhältnis bei einer Behandlung mit Statinen im Vergleich zur nicht-medikamentösen LDL-Senkung in Österreich zu erwarten ist.

Die Ergebnisse liegen nun in zwei Berichten vor und ergänzen den 2006 veröffentlichten ersten Bericht des Projektes (http://eprints.hta.lbg.ac.at/588/) der eine systematische Übersicht zu internationalen ökonomischen Evaluationen der Statintherapie enthält.

Projektbericht (Teil 2) verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/803/
Projektbericht (Teil 3) verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/804/
Kontakt: Ingrid Zechmeister


Klinische Anwendung von Tissue Engineering: Ein Überblick über internationale und österreichische Forschungsfelder mit einer kritischen Analyse selektiver Anwendungen

20.10.2008

In den letzten Jahren kam es in biomedizinischen und (molekular-) biologischen Forschungsgebieten zu entscheidenden Innovationen bei der Kombination zellbiologischer Techniken zum Zweck der gezielten Gewebegenerierung. Der Sammelbegriff "Tissue Engineering" (TE) wurde geprägt für derartige Anwendungen, denen abseits der reinen Forschung auch klinische Relevanz zugeschrieben wird. Den validen Nachweis dafür fordern KritikerInnen angesichts der weitgehenden Versprechungen bei hohen Kosten ein. Die gewählte Methode zur Erstellung des Berichts ist die des systematischen Literatur-Reviews unter besonderer Berücksichtigung "Grauer Literatur". Beispiele für klinische Anwendungen sind Knorpelzellimplantation, Hauttransplantate, Behebung von Knochendeffekten oder die Zellbesiedelung von Gefäßprothesen. Ziel der Arbeit ist eine Übersicht über den Forschungsstand von TE mit Augenmerk auf klinische Relevanz, eine Dokumentation österreichischer Forschungscluster und Biobanken, sowie eine Bewertung selektierter Einsatzgebiete bezüglich Risken/Nutzen für die PatientInnen.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/807/

Auszeichnungen:

Poster Award of the Society for Basic Research (DGOC e.V.) and the German Society for Trauma Surgery, German Congress for Orthopaedics and Trauma Surgery Hannover 2008: `Tissue Engineering from Bench to Bedside – Transplantsimulation via HET-CAM Test' (Erwin Falkner als Co-Author)

Science Award- Scoliosis Research Society Worldwide Programme on `Spinal Deformity: Current Concepts´, New Dehli 2008: `Tissue Engineering & Scoliosis: Influence of Scoliotic Deformities on Cell Characteristics In Vitro' (Erwin Falkner als Co-Author)´


Klinische Pfade: Systematischer Review zu Ergebnismessung der Wirksamkeit

10.09.2008

In den letzten Jahrzehnten wurden in den entwickelten Ländern zunehmend „klinische Pfade" als Instrument zur Qualitätsförderung in Gesundheitssystemen eingeführt. Eine Umfrage an Anwender aus 23 Ländern ergab, dass klinische Pfade vor allem als multidisziplinäres Instrument zur Steigerung der Qualität und Effektivität von evidenzbasierter Versorgung angesehen werden. Zurzeit werden diese vorwiegend in der Akutversorgung eingesetzt. Trotz der weltweit verbreiteten Implementierung klinischer Pfade bestehen in diesem Bereich weiterhin viele offene Fragen: Einerseits gibt es Unklarheiten bezüglich der genauen Definition und Abgrenzung zu anderen Instrumenten der Qualitätsförderung, andererseits ist man sich über die Zielsetzung und den erzielbaren Nutzen uneins. Ziel dieser Arbeit war es, den Möglichkeiten der Evaluierung klinischer Pfade auf den Grund zu gehen; es wurden anhand von bereits durchgeführten Evaluationen von klinischen Pfaden allgemein anwendbare Outcome-Kriterien identifiziert und ein Überblick über die Wirksamkeit klinischer Pfade gemessen an eben diesen Kriterien gegeben.

Methodisch orientierte sich diese Arbeit an den Vorschlägen der Cochrane Effective Practice and Organisation of Care (EPOC) Group zur Ergebnismessung organisatorischer, regulatorischer, ausbildungsrelevanter und finanzieller Interventionen im Gesundheitswesen.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/801

Kontakt: Philipp Mad


Ambulante Kardiologische Rehabilitation

04.09.2008

Kardiologische Rehabilitation ist eine wesentliche therapeutische Maßnahme, die  PatientInnen nach akuten kardialen Ereignissen oder nach chirurgischen Eingriffen am Herzen die Wiedereingliederung in das Erwerbsleben, die Gesellschaft und die Familie gewährleisten soll. Die im Anschluss an die dem Akutereignis folgende stationäre Phase I Rehabilitation durchgeführte Phase II Rehabilitation wird in Österreich derzeit vorwiegend in stationären Rehabilitationszentren erbracht. Ein geringer Anteil von kardiologischen PatientInnen nimmt an ambulanten Rehabilitationsprogrammen Teil, während international die ambulante Phase II Rehabilitation die Routineversorgungsform darstellt. Ziele des aktuellen HTA Berichts waren einerseits Indikatoren zu identifizieren, die sich für die Evaluation der Prozess- und Ergebnisqualität ambulanter kardiologischer Rehabilitation eignen und anderseits für deren Messung geeignete Methoden beziehungsweise Instrumente darzustellen.

Weiters sollten vergleichende Analysen unterschiedlicher Rehabilitationsmodelle der Phase II und eine Effektivitätsanalyse von Phase III Interventionen durchgeführt werden.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/800/


Horizon Scanning in der Onkologie – Konzeptentwicklung zur Einführung eines Horizon Scanning Systems in Österreich

03.09.2008

Mit der Entwicklung neuer Therapiemodalitäten in der Onkologie, den so genannten „targeted therapies“ wie z.B. monoklonale Antikörper, ist es in den Krankenhäusern zu einer rasanten Steigerung der Medikamentenkosten gekommen. Die schnelle, teils unkontrollierte Implementierung dieser teuren Krebsmedikamente in die klinische Praxis hat Auswirkungen auf die Arzneimittelbudgets der Österreichischen Krankenhäuser.

Der Aufbau eines „Horizon-Scanning-Systems“ zur Früherkennung und Bewertung von neuen medikamentösen Therapiekonzepten in der Onkologie, d.h. bevor einer routinemäßigen Einführung in die Patientenbehandlung, soll Krankenanstalten (resp. Arzneimittelkommissionen) auf neue Krebsmedikamente gezielt vorbereiten, zur rationalen Entscheidungsfindung beitragen sowie die prospektiven Budgetplanung unterstützen.

Horizon Scanning Systeme umfassen die folgenden sequentiellen Schritte: die Identifikation von geeigneten Informationsquellen für das Herausfiltern neuer Krebsmedikamente, die Festlegung eines geeigneten Priorisierungs-Instrumentes, die Zusammenstellung eines Expertenteams und die Erarbeitung der Methode für die Durchführung von frühen Assessments. Das Ziel dieses Projektes war die Entwicklung eines Konzeptes für ein Horizon Scanning System (HSS) in der Onkologie sowie die Prüfung der Machbarkeit der Schritte „Identifikation“ und „Priorisierung“ im Rahmen einer Studie.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/798/


HTA-Bericht zu nicht-spezifischen Rückenschmerzen

03.08.2008

Rückenschmerzen, und speziell nicht-spezifische Kreuzschmerzen, sind ein häufiger Grund für Arztbesuche in allen westlichen Industrieländern. Bei der Behandlung scheinen die ÄrztInnen/TherapeutInnen verschiedener Fachrichtungen oft gleiche oder ähnliche therapeutische Ergebnisse zu erzielen, obwohl die Kosten der Behandlung innerhalb sowie zwischen den Disziplinen erheblich variieren. Die Verfügbarkeit von evidenzbasierten Daten und entsprechenden Leitlinien hat das Wissen darüber, was bei Rückenschmerzen wirkt und was nicht, erheblich verbessert, und es gibt weitgehende Übereinstimmung und einige Evidenz darüber, dass das Befolgen dieser Leitlinien das Outcome bei PatientInnen verbessern und die unangebrachte Variabilität in der Behandlung reduzieren kann. Trotz dieser Vorteile wird das evidenzbasierte Wissen in der klinischen Praxis oft nicht berücksichtigt. Ein neuer HTA-Bericht diskutiert diese Problematik und präsentiert Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Patientenversorgung und zur Überwindung von strukturellen Barrieren in Österreich.

Projektbericht verfügbar unter: http://eprints.hta.lbg.ac.at/794/

Erschienen: "Register für klinische und gesundheitsökonomische Fragestellungen. Einsatzbereiche von kardiovaskulären wirbelsäulenspezifischen und neurologischen Registern und Good Practice Strategien für die Arbeit mit Registern. HTA Projektbericht"

30.07.2008

Der Bericht beantwortet Fragen zum derzeitigen Einsatz von Registern und wie sich unterschiedliche Registerprojekte typisieren lassen, sowie die Frage, welche Maßnamen zur erfolgreichen Durchführung von Registervorhaben getroffen werden können. Neben Grundlagen und Hinweisen zu weiterführender Literatur zu Registern (Kapitel 4 und 5) findet sich eine Übersicht über aktuelle Register in ausgewählten Ländern und Fachgebieten (Kapitel 6), ein Schema zur Charakterisierung von Registerprojekten (Kapitel 7) sowie eine Zusammenstellung von Good Practice Strategien für die Arbeit mit Registern (Kapitel 8). Als Evidenzquelle dienen zwei systematische Literaturrecherchen, sowie strukturierte Experteninterviews.
Der Bericht ist auf dem Dokumentenserver des Institutes online verfügbar.

Stellenausschreibungen am LBI-HTA

22.05.2008

Das LBI für Health Technology Assessment arbeitet mit einem interdisziplinären Team von WissenschafterInnen aus Medizin, Gesundheitsökonomie, Pharmazie, Kommunikationswissenschaft etc. und zahlreichen klinischen ExpertInnen.
Es sind derzeit drei Positionen zur Besetzung ausgeschrieben:

  1. MethodikerIn (gute Kenntnis der klinischen Epidemiologie sowie den Methoden der EBM/Evidenz-basierten Medizin) (link zur Ausschreibung)
  2. InformationsspezialistIn (link zur Ausschreibung )
  3. Wissenschaftliche Assistenz der Institutsleitung mit Interesse für Wissenschaftskommunikation (link zur Ausschreibung )
Neben den fachlichen Voraussetzungen sind die Befähigung zu systematischem Arbeiten zugunsten wissenschaftlicher Politikberatung, gutes Englisch in Wort und Schrift, Bereitschaft zu interdisziplinärer Arbeit und Kommunikation sowie Teamfähigkeit gefragt.

Rapid Assessment: Rationale Impfpolitik

06.02.2008

Als Begleitung zum aktuellen HPV-Gutachten wurde vom LBI-HTA ein Dokument zur Unterstützung zukünftiger Impfentscheidungen erarbeitet. Es soll einen Beitrag zu rationalen Impfentscheidungsprozessen leisten. Vorgeschlagen wird eine stufenweise Vorgehensweise: zunächst wird die Größenordung und Public Health Relevanz des Gesundheitsproblems sowie gute und bestehende Alternativen geprüft; sodann wird die Krankheit und ihre Ausprägungen, gegen die geimpft werden soll, analysiert; schließlich wird das Wissen um die Sicherheit des Impfstoffes sowie die Kosten-Effektivitäts-Relation festgestellt. Das Dokument
Rationale Impfpolitik will die internationale Diskussion forcieren, ist deshalb in englischer Sprache geschrieben.

Projektbericht: Ökonomische Evaluation der HPV-Impfung in Österreich

29.01.2008

Zahlreiche epidemiologische Beobachtungen haben einen Zusammenhang zwischen einer Infektion mit bestimmten humanen Papillomaviren und der Entstehung von Zervixkarzinomen bzw. ihren Vorstadien festgestellt. Neben erfolgreichen Früherkennungsprogrammen (Zervixkarzinomscreening mittels Pap-Abstrich) besteht seit kurzem die Möglichkeit einer Immunisierung gegen Hochrisiko-HPV-Typen. Auf Basis eines gesundheitsökonomischen Modells wurden die langfristig zu erwartenden Gesundheitseffekte und Kosten einer solchen Impfung im Vergleich zur derzeitigen Früherkennungspraxis berechnet. Die Ergebnisse dieser Studie liegen nun als Bericht vor.

HTA-Lehrgang des LBI-HTA

09.01.2008

Das LBI-HTA hält an der Donau-Universität Krems einen HTA-Lehrgang, der eine Einführung in HTA gibt, die Systematik der Methode näher vorstellt und Anwendungsbeispiele aufzeigt. Der Lehrgang findet vom 05.05.-10.05.2008 und aufgrund der großen Nachfrage auch vom 03.-08.11.2008 statt. Dieser zweite Termin steht TeilnehmerInnen des Universitäts-lehrgangs Health Services Research (MBA) offen. Beide Termine sind bereits ausgebucht.
Mehr

Stellenausschreibung am LBI-HTA

03.01.2008

Für das interdisziplinäre Team des Ludwig Boltzmann Instituts für Health Technology Assessment wird ab sofort ein/e MedizinerIn gesucht. Sehr gute Kenntnisse in klinischer Epidemiologie sowie den Methoden der EBM/Evidenzbasierten Medizin sind erforderlich.
Mehr

Rapid Assessment: Avastin®

22.10.2007

Für die Behandlung von altersbedingter Makuladegeneration (AMD) sind derzeit die Anti-VEGF Pegaptanib (Macugen®) und Ranibizumab (Lucentis®) von FDA und EMEA zugelassen. Tatsächlich kommt aber „off-label" das für diese Indikation nicht zugelassene Bevacizumab (Avastin®) weitaus häufiger zum klinischen Einsatz als das Schwester-Präparat Lucentis - da es um den Faktor 30 kostengünstiger ist. Bei Ranibizumab handelt es sich um ein Fragment des Proteins Bevacizumab, beide Präparate wurden von Genentech entwickelt und weisen eine ähnliche Pharmakodynamik auf. Da sich neovaskuläre altersbedingte Makula-degeneration zunehmend zu einem Kostenfaktor entwickelt, stellt sich gesundheitspolitisch die Frage, ob die Ressourcen für AMD-PatientInnen effizient eingesetzt werden. Ziel des rezenten Rapid Assessments war es, das Sicherheitsrisiko für mit Avastin® behandelte AMD-PatientInnen und damit das eventuelle Haftungsrisiko für den Behandler bzw. die behandelnde Institution abzuklären.

Neue Projekte am LBI-HTA

30.08.2007

In den letzten Wochen wurde die Arbeit an 9 neuen Projekten am LBI-HTA begonnen, deren Bearbeitung durchschnittlich zwischen 4 Monaten und einem Jahr betragen wird. Die Projektthemen wurden in einem zweistufigen Themenfindungs- und -priorisierunsprozess im Rahmen einer Boardsitzung von den Institutspartnern gemeinsam mit der -leitung und den WissenschaftlerInnen im April 2007 festgelegt. Anschließend wurden die Themen von den entsprechenden Projektverantwortlichen in sog. „Protokollen" strukturiert: Projektdesign, Zielsetzung, methodisches Vorgehen und konkrete Zeitplanung, ev. externe ExpertInnen.

Projektbericht: Evaluierung von qualitätsgesicherten Mammographiescreening-Programmen

21.08.2007

Anlässlich der in Österreich anlaufenden Pilotprojekte zu international bereits sehr verbreiteten Programmen zur Früherkennung von Brustkrebs mittels Mammographie erscheint es angebracht, auch die Evaluierung eines derartigen qualitätsgesicherten Screenings zu beleuchten. Ein Bericht im Auftrag der Salzburger Landesregierung gibt dazu einen Überblick über die aktuelle Situation in Österreich und arbeitet in weiterer Folge umfangreich international verfügbare Evidenz zu Evaluierungsmethoden von Mammographiescreening-Programmen auf. Im Rahmen der Programme werden Aktivitätsbereiche definiert und anhand von unterschiedlichen Qualitätsindikatoren und deren Zielerreichungsgraden dargestellt. Im Folgenden beschäftigt er sich mit der Frage unterschiedlicher Systematisierungsansätze von Programmen (Frameworks) und beleuchtet das Thema aus einer breiten HTA-Perspektive. Der Bericht sollte als eine international evidenzbasierte Evaluierungshilfe verstanden werden. Er sollte außerdem helfen, an die kommenden österreichischen Brustkrebsscreening-Programme von Beginn an und auf internationaler Evidenz beruhend bestmögliche Maßstäbe in puncto Qualitätssicherungs- und Evaluationskriterien anlegen zu können.

Stellenausschreibung

08.08.2007

Das Review Center für Evidenz-basierte Medizin (EBM) an der Universitätsklinik für Innere Medizin in Graz sucht zur Erweiterung des Teams ab sofort eine/n MedizinerIn vorzugsweise mit EBM- oder Biometrie-Zusatzausbildung. Die Tätigkeit umfasst die Erstellung von systematischen Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen. Näheres dazu in der Jobbeschreibung.

Projektbericht: HER2-Diagnostik

08.08.2007

Im Hinblick auf die Verfügbarkeit einer monoklonalen Antikörper-Therapie bei HER2-positiven Brustkrebspatientinnen wurde im LBI-HTA ein Bericht erstellt. Die Identifikation von Patientinnen, die von Trastuzumab profitieren, bildete aus klinischer Sicht und auch aus Kostengründen einen Schwerpunkt der Überlegungen. Das Hauptaugenmerk war auf die zwei auch in Österreich am häufigsten verwendeten Tests, IHC und FISH, gerichtet. Vermehrte Bemühungen zur Erlangung verlässlicher Diagnostik mit selten auftretenden falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen werden einen positiven Einfluss auf Therapiewirksamkeit und Therapiekosten haben. Basierend auf den Ergebnissen neuerer Studien scheint es weniger HER2-positive Frauen zu geben als im Allgemeinen berichtet. Wegen der unterschiedlichen Tests und Variabilität sowohl bei den Testbeurteilern als auch bei den Labors betreffen die Empfehlungen vorrangig die Anwendung von standardisierten und zugelassenen Tests, Optimierung der Logistik, Bevorzugung erfahrener Diagnostikzentren, externe Evaluierung sowie nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch.

Feier zum einjährigen Institutsbestehen

24.05.2007

Am 22. Mai 2007 wurde in einem kleinen Kreis von Partnern und Freunden das einjährige Bestehen des LBI-HTA gefeiert. Das Team bedankte sich bei der Institutsleiterin, Dr. Claudia Wild, mit filmischen Impressionen aus dem Institutsleben. Im Anschluss daran würdigte Mag. Andrea Fried, Chefredakteurin der ÖKZ, die im ersten Jahr geleistete Arbeit und wünschte dem Institut ein langes Leben. Mit Unterstützung des Trios TJO klang der Abend beschwingt aus.

Erstes Treffen mit dem wissenschaftlichen Beirat

22.05.2007

Am 04. Mai 2007 trafen die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des LBI-HTA - Univ.-Prof. Dr. Norman Waugh vom Department für Public Health der Universität Aberdeen, Univ.-Prof. Dr. Alistair Gray vom Health Economics Centre an der Universität Oxford, Univ.-Prof. Dr. Finn Borlum Kristensen vom Danish Centre for Evaluation and Health Technology Assessment, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Windeler vom Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen und Dr. Dagmar Lühman vom Institut für Sozialmedizin der Universität zu Lübeck - erstmals persönlich mit den Teammitgliedern des LBI-HTA zusammen. Nach der Wahl des Vorsitzenden (Prof. Kristensen) fand ein reger Gedankenaustausch über Möglichkeiten der Kooperation und des Wissenstransfers statt. Auf diese Weise übt der wissenschaftliche Beirat eine unterstützende Funktion aus, die zum weiteren Erfolg des Instituts beitragen soll.

Projektbericht: Rolle und Positionierung der Hochschulambulanzen

17.04.2007

Unter zunehmenden budgetären wie Kapazitätsengpässen versuchen sich Hochschulambulanzen gegenüber wenig spezialisierten medizinischen Leistungen, die weder für Ausbildung, Lehre und Forschung noch für Nach- und Vorversorgung stationärer Patienten vonnöten sind, abzugrenzen. Ziel des soeben abgeschlossenen Assessments war die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Frage „Wodurch definiert sich das Leistungsangebot ambulanter Leistungen in Universitätskliniken im Unterschied zu den Leistungen niedergelassener FachärztInnen und/oder anderen Spitalsambulanzen?" Der Komplexität der Fragestellung entsprechend wurde mit drei unterschiedlichen Methoden gearbeitet: Eine systematische Literaturübersicht, ergänzt durch eine Befragung von Universitätsspital-Betreibern, fasst den Stand der Diskussion zusammen. Eine Methodik zur Auswertung der Leistungsdaten wurde als Prototyp entwickelt, eine Methode der systematischen Einstufung der Ambulanzleistungen nach „Versorgungstiefe" wurde entwickelt.

Internes Manual des LBI-HTA

31.03.2007

Um unsere Methoden und Prozesse offenzulegen, haben wir, das LBI-HTA, ein Manual in zwei Teilen ausgearbeitet. Nach dem im Jänner erschienenen ersten Teil (Externes Manual) steht nun auch Teil 2 der Öffentlichkeit zur Verfügung: Ziel dieses internen Manuals ist es, standardisierte Arbeitsabläufe und eine einheitliche Terminologie zu gewährleisten. Das interne Manual beinhaltet Vorlagen für die Evaluierung der internen und externen Validität von Studien, Evidenz-Tabellen und ein Klassifikationsschema für Studien.

Projektbericht: Neonatologische Erstversorgung von Neugeborenen ohne vorab bekanntes Komplikationsrisiko

29.03.2007

Bei Spitalsgeburten hat nicht nur die Geburtshilfe, sondern auch die neonatologische Erstversorgung einen Einfluss auf den Gesundheitszustand von Neugeborenen. Ein soeben abgeschlossenes Assessment beschäftigt sich mit dem Thema einer „angemessenen" neonatologischen Versorgung (24h Präsenz von PädiaterInnen oder Rufbereitschaft von KonsiliarärztInnen) von Neugeborenen ohne vorab bekanntes Risiko in der Steiermark. Publizierte wissenschaftliche Studien behandeln die Frage in dieser Form nicht, daher wurden Strukturdaten sowie demographische Daten der Steiermark, Leitlinienempfehlungen und Information zur derzeitigen Rolle von PädiaterInnen in der klinischen Praxis als Basis für eine evidenzbasierte Versorgungsplanung herangezogen. Ausschlaggebend für die Versorgungsqualität sind die rasche Indikationsstellung bei Adaptionsstörungen von Neugeborenen und die Erfahrung der ÄrztInnen. Die Frage wird daher primär im Kontext von Zentralisierung und Regionalisierung diskutiert.

Rapid Assessment: Drug Eluting Stents

26.02.2007

Das Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment führte anlässlich der Diskussion zur Sicherheit von Medikamenten beschichteten Stents (DES) ein Rapid Assessment durch: Im Laufe des Jahres 2006 wurden auf unterschiedlichen Kardiologen-Kongressen Studien präsentiert und diskutiert, die die Langezeitsicherheit der DES in Frage stellen. Die kontroversielle Diskussion führte zur Verunsicherung der Interventionellen Kardiologie. Die Folgen waren reduzierter Einsatz der DES bis hin zu extremer Reduktion von 50 % des Einsatzes von DES in Schweden aufgrund zusätzlich bestärkender Daten aus dem schwedischen Kardiologie-Register. Bereits ältere Assessments sagen aus, dass zwischen DES und den herkömmlichen unbeschichteten Stents kein Unterschied in der Mortalität, sehr wohl aber (kurzfristige) Wirksamkeit durch Verminderung von Restenosen vorliegt. Rezente Analysen sagen ebenfalls aus, dass es keinen Unterschied in der Mortalität gibt, Langzeitdaten/Registerauswertungen zeigen aber erhöhte Raten später Stent-Thrombosen mit hoher Letalität, insb. nach Absetzen der Begleitmedikation.

Jahresbericht 2006

16.01.2007

Das Ludwig Boltzmann Institut für Health Technology Assessment wurde im April 2006 gegründet und legt nun seinen ersten Jahresbericht vor. Die Herausforderung in diesem ersten Jahr war, neben dem Aufbau des Instituts, der Infrastruktur wie der Personalrekrutierung bereits das volle inhaltliche Arbeitsprogramm zu erfüllen. Dies gestaltete sich mitunter nicht ganz einfach, weil natürlich auch Organisations- und Kommunikationsabläufe und damit die Institutskultur erst gestaltet werden mussten.


Einreichung von Projektideen für unabhängige klinische Forschung beim WWFT

15.01.2007

Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWFT) bereitet eine Ausschreibung zu innovativer akademischer/unabhängiger klinischer Forschung im Rahmen des Life Sciences Programms vor. Das zweistufige Verfahren ermöglicht es, bis 20. Februar 2007 Projektideen (Expression of Interest) einzureichen. Die eigentliche Ausschreibung wird im Frühjahr stattfinden und unabhängige klinische Forschungsprojekte auf 2 bis 4 Jahre fördern.

Externes Manual: Selbstverständnis und Arbeitsweise

05.01.2007

Das LBI-HTA stellt in diesem Handbuch (Teil 1) sein Selbstverständnis und daraus resultierend die Arbeitsmethoden sowie die Abläufe dar und macht dadurch seine Prozesse und sein wissenschaftliches Fundament transparent. Inhalt des 2. Teils des Handbuchs (Methodenteil), das im Februar erscheint, wird sein, unser Selbstverständnis und unsere Arbeitsweise zu „operationalisieren", d. h. die Verfahren zur Bewertung - nach internationalen Vorbildern - zu standardisieren und damit den „Weg zum Ergebnis" nachvollziehbar zu machen.

Projektbericht: Effektivität einer verstärkten Arzt-Patienten-Kommunikation

07.12.2006

Mit Ende Oktober wurde das Forschungsprojekt beendet, das die Effektivität einer verstärkten Arzt-Patienten-Kommunikation im niedergelassenen Bereich untersuchte. Als Parameter wurden das Erreichen von Therapiezielen, Compliance, Patientenmitbestimmung, Selbstmanagement der Patienten, Patientenzu-friedenheit und geringerer zusätzlicher Behandlungsaufwand herangezogen. Genaueres ist dem Projektbericht zu entnehmen.


Projektbericht: Horizon Scanning System

27.11.2006

Das erste Zwischenergebnis des Projekts „EU-Newsletter zu Emerging Technologies" liegt in Form eines Projektberichts vor. Die Funktion von Horizon Scanning Systemen ist es, Entscheidungsträger rechtzeitig mit Informationen zu neuen Gesundheitstechnologien zu versorgen, damit deren Einführung und Verbreitung gesteuert werden können. Im nun vorliegenden Projektbericht werden die grundlegenden Prozesse solcher Einrichtungen beleuchtet sowie die Unterschiede zwischen den bereits existierenden herausgearbeitet.


Replik auf Eröffnungsfeier im Museumsquartier

31.10.2006

Am 13. Oktober 2006 wurde das LBI-HTA im Beisein von ca. 140 geladenen Gästen vom Vizepräsidenten der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Dr. Ferdinand Maier, offiziell eröffnet. Univ.-Prof. Dr. Peter Sawicki, Leiter des IQWiG, nahm in seinem Festvortrag das Publikum mit auf eine Zeitreise, die vor Augen führte, wie schwierig die Akzeptanz von Forschungsergebnissen ist, die nicht den Trends in der jeweiligen Wissenschaftsdisziplin entsprechen. Anschließend stellte die Leiterin des LBI-HTA, Dr. Claudia Wild, das neu gegründete Institut vor. Durch den weiteren Abend führte das Trio Kohelet, das mit seinem Lied „Wir leben ewig“ einen ironischen Kontrastpunkt zur Eröffnungsrede setzte.
Mehr

Stellenausschreibung am LBI-HTA

17.10.2006

Für unser interdisziplinäres Team von WissenschafterInnen aus klinischer Psychologie, Gesundheitsökonomie, Medizin, Kommunikationswissenschaft sowie einer Informationsspezialistin und zahlreichen klinischen ExpertInnen ist eine Stelle für eine/n MedizinerIn ausgeschrieben. Eine Zusatzausbildung oder zumindest gute Kenntnis der EBM-Methodik und ev. auch Erfahrungen in der Versorgungsforschung sind wünschenswert.
Mehr